STEINHAUSEN: Im Kaplanenhaus kehrt Leben ein

Die Kirchgemeinde hat das denkmalgeschützte Gebäude aufwendig saniert – und ist dabei auf eine Überraschung gestossen.

Silvan Meier
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Buffet, Kachelofen und Kassettendecke: Richard Murer (rechts) und Hugo Sieber zeigen den weitgehend original erhaltenen Raum. (Bild: Werner Schelbert)

Buffet, Kachelofen und Kassettendecke: Richard Murer (rechts) und Hugo Sieber zeigen den weitgehend original erhaltenen Raum. (Bild: Werner Schelbert)

Nur gut ein Jahr ist es her, als die katholische Kirchgemeinde Steinhausen stolz die neue Sakristei und einen Erweiterungsbau für Jungwacht und Blauring der Öffentlichkeit präsentieren konnte. Nun steht bereits die nächste Eröffnung an: Am Samstag wird das komplett sanierte Kaplanenhaus nach einjähriger Bauzeit seinen zukünftigen Nutzern übergeben. Diese werden ihre Räume wohl kaum wiedererkennen. «Wir haben das Haus ziemlich ausgeräumt», sagt Architekt Hugo Sieber. Lediglich die Zwischenwände seien stehen geblieben, ergänzt Richard Murer, Bauchef der Kirchgemeinde. «Wir haben eine Totalsanierung gemacht. Sonst wäre es ein ständiges Flickwerk geblieben.»

Damit der klassizistische Bau den Energievorschriften und den Brandschutzbestimmungen entspricht, waren einige Kniffe nötig. Alle Türen ins Treppenhaus mussten durch Brandschutztüren ersetzt werden. Und damit das Haus im Sommer schön kühl bleibt und im Winter nicht Wärme verliert, musste die Isolation verbessert werden. Eine gängige Dämmung wäre allerdings gegen 15 Zentimeter dick. Zu viel, fand Architekt Hugo Sieber. Er hat stattdessen mit «Astronautenfolie» gearbeitet. Diese Folie besteht aus vielen übereinandergelegten Schichten und erreicht bei einer Dicke von rund einem halben Zentimeter dieselbe Wirkung.

Neben filigraner Arbeit war auch der Einsatz von grobem Geschütz nötig. «Die Bausubstanz war zwar sehr gut», erklärt Hugo Sieber. «Während der Arbeiten im Dachgeschoss haben wir aber plötzlich einen gebrochenen Balken entdeckt.» Mit zwei neuen Holzträgern wurde die Statik des Gebäudes nun stabilisiert.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen ZZ und im E-Paper.