STEINHAUSEN: Jasser kämpfen um jeden Punkt

Jeder hoffte auf gute Karten. Doch nicht allen hat es in den Final der 9. Zentralschweizer Jassmeisterschaft gereicht.

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Voll konzentriert beim Spiel: die Jasser am Mittwochabend im Restaurant Schnitz und Gwunder. (Bild Werner Schelbert)

Voll konzentriert beim Spiel: die Jasser am Mittwochabend im Restaurant Schnitz und Gwunder. (Bild Werner Schelbert)

Monika Wegmann

Die über 100 Jassbegeisterten aus der ganzen Region gaben sich am Mittwochabend praktisch die Klinke in die Hand. Der Grund: Im Steinhauser Restaurant Schnitz und Gwunder fand die von der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihren Regionalausgaben organisierte 6. Vorausscheidung für die diesjährige Zentralschweizer Jassmeisterschaft statt. Gespielt wird dabei der Schieber ohne Wyys, bei dem in den vier Runden – jeweils mit neu zugelosten Partnern – alles nur einfach zählt.

Sobald die Karten für die erste Runde verteilt waren, wurde es unter den 117 Frauen und Männern still im Saal. Konzentriert wurde um jeden Punkt gekämpft. «I ha gschobe», war ab und zu zu hören oder «Öppis anders isch nöd gange mit Nell zviert». Die Stimmung blieb friedlich und Jassleiter Ernst Marti und sein Team hatten keinen Grund, an einem der Tische einzuschreiten. Sie kontrollierten jedoch jeweils die Rundenergebnisse. Im Verlaufe des Abends stieg dann spürbar die Spannung, und die Diskussionen um verlorene Stiche oder schlechte Trumpfkarten wurden lauter. Denn man muss aus den vier Runden mindestens über 4000 Punkte erzielen, um eine Chance auf den Final zu erhalten. Unter den Teilnehmern waren etliche bekannte Gesichter aus der Jassszene der Region, die einander zuriefen: «Wie viel hast du gemacht?»

Das sind die drei Erstplatzierten der Zentralschweizer Jassmeisterschaft (von links): Beat Betschart (51), Lisbeth Burri (60) und Toni Hodel (50). (Bild: Jakob Ineichen)
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172 Jasserinnen und Jasser qualifizierten sich für den Final am 7. Dezember. (Bild: Jakob Ineichen)
Zum neunten Mal fand der Final der Zentralschweizer Jassmeisterschaft im Luzerner Stadtkeller statt. (Bild: Jakob Ineichen)
Während mehr als drei Stunden massen sich 172 Jasser im Schieber ohne Wyss. (Bild: Jakob Ineichen)
Zu viert sassen sie jeweils an den Tischen (Bild: Jakob Ineichen)
Vier Passen zu zwölf Spielen wurden absolviert, ... (Bild: Jakob Ineichen)
... wobei für jede Passe ein neuer Partner zugelost worden war. (Bild: Jakob Ineichen)
Viele Geschenke warten auf die Gewinnerinnen und Gewinner. (Bild: Jakob Ineichen)
92 Personen nahmen an der 14. Vorausscheidung im «Böschhof» in Hünenberg teil (28. November). (Bild: Claudia Surek)
Machten aus Freude am Jassen in Hünenberg mit: Viktoria Huser und Arthur Lötscher. (Bild: Claudia Surek)
Finalisten aus Hünenberg: Ingrid Neuhaus, Yvonne Isabel und Hanspeter Huber. (Bild: Claudia Surek)
Freut sich auf die Fahrt auf das Ristis: Walter Hürlimann (rechts) mit Ernst Marti. (Bild: Claudia Surek)
Wie im Vorjahr nahmen an der Vorausscheidung im «Hirschen» in Sursee 131 Personen teil (26. Oktober). (Bild: Claudia Surek)
Theddy Schmid spielt am liebsten «Sidi Barrami». (Bild: Claudia Surek)
Leidenschaftliches Jass-Trio mit Trix Krummenacher, Anita und Anita Küttel (von links). (Bild: Claudia Surek)
Erjassten im «Hirschen» den ersten bis dritten Platz: Monique Büchler, Willy Albisser und Heidi Mann (von links). (Bild: Claudia Surek)
Gewann Billette der Brunni-Bahnen: Josef Odermatt. (Bild: Claudia Surek)
Die 11. Vorausscheidung zur 9. Zentralschweizer Jassmeisterschaft war in Hochdorf sehr gut besucht (19. November). (Bild: Claudia Surek)
Fredy Müller (Mitte) erreichte den ersten, Arthur Fassbind den zweiten und Ruedi Zurbrügg (links) den dritten Platz. (Bild: Claudia Surek)
Peter Stadelmann erreichte vier Punkte weniger als ... (Bild: Claudia Surek)
... seine 81-jährige Mutter Maria Stadelmann. (Bild: Claudia Surek)
Konzentriert bei der Sache: Jassen an der 10. Vorausscheidung im Restaurant Ochsen in Luzern-Littau (11. November). (Bild: Claudia Surek)
Leidenschaftlicher Läufer und Hobby-Jasser: Kaspar Scheiber. (Bild: Claudia Surek)
Manfred Gautschi, Marianne Waser und Josef Elmiger kamen auf die ersten Ränge. (Bild: Claudia Surek)
Margrit Bucher freute sich über die Bahnbillette, die ihr Hansjörg Kägi, verantwortlich für die Organisation der Zentralschweizer Jassmeisterschaften, überreichte. (Bild: Claudia Surek)
Restaurant Schnitz und Gwunder Steinhausen (28. Oktober). (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Restaurant Schnitz und Gwunder Steinhausen (28. Oktober). (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Restaurant Schnitz und Gwunder Steinhausen (28. Oktober). (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Restaurant Bahnhöfli, Entlebuch (22. Oktober). (Bild: Claudia Surek)
Das Jassteam mit Bethli Portmann, Therry Stöckli, Hansjörg Kägi, Ernst Marti, Alfred Zurkirchen und Karl Portmann. (Bild: Claudia Surek)
Erzielten die höchsten Punktezahlen in Entlebuch: Josef Thalmann, Rosmarie Bieri und Werner Hofstetter. (Bild: Claudia Surek)
Alice Scheibert konzentriert beim Jassen im Restaurant Wichlern in Kriens. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Konzentriert wurde im MythenForum Schwyz um Punkte gejasst (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
Niklaus Wenk siegte vor Albin Elsener (links) und Rita Imhof (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
Mit bald 90 Jahren war Judith Kühn-Baggenstos die älteste Jasserin. Hier mit dem Wettkampfleiter Beat Kornfellner (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
206 Jasserinnen und Jasser traten an. Das ist Rekord (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
Die «Bote»-Jassmeisterschaft kann sich über immer mehr Spielerinnen und Spieler freuen (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
Für Spannung war am Samstag im MythenForum Schwyz gesorgt (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)

Das sind die drei Erstplatzierten der Zentralschweizer Jassmeisterschaft (von links): Beat Betschart (51), Lisbeth Burri (60) und Toni Hodel (50). (Bild: Jakob Ineichen)

Trostpreis Spaghetti

Am Ende der vier Runden war klar, ob man es geschafft hatte – oder ob es nur zu einem Trostpreis, einer Packung Spaghetti, reichte. Diejenigen, die nur wenig über 4000 Punkte lagen, mussten zittern.

Sieger stammt aus Baar

Genauso war es dann: Der Sieger dieser Vorentscheidung hiess Franz Leu, Baar, er erzielte 4373 Punkte, der zweite Manfred Gautschi, Luzern, 4166, der dritte Reto Helfenstein, Luzern, 4136. Strahlend berichtete Franz Leu: «Ich habe noch nie so hoch gewonnen, dank guten Karten gab es dreimal über 1000 Punkte. In der ersten Passe hatte ich fast 1300 Punkte geholt, mein einziger Taucher waren etwas über 950 Punkte.» Er jasse nicht so viel, meistens mit Kollegen und seiner Frau. Nun müsse am Final auch noch alles stimmen.

Wie Mitorganisator Hansjörg Kägi hinwies, werden alle Preise von Sponsoren gestiftet: So erhielten die Teilnehmer mit 3935 bis 4025 Punkten einen Gutschein über 10 Franken, der Rest die obligaten Spaghetti. Der Sonderpreis mit zwei Fahrten Engelberg–Ristis ging an Theo Lüond, Steinhausen.

Unter den Finalteilnehmern befand sich mit dem Unterägerer Schwinger Bruno Müller auch ein bekanntes Gesicht. Auch er freute sich sichtlich und sagte: «Zu Hause spielen wir viel den Schieber. Jetzt habe ich ein neues Hobby entdeckt. Für den Final muss ich nicht trainieren, sondern kann einfach gehen und geniessen.»

Alle, die über 4025 Punkte erreichten, dürfen am Finalspiel vom Montag, 7. Dezember im Restaurant Stadtkeller in Luzern mitjassen. Als erster Preis winkt hier ein siebentägiger Luxus-Wellnessaufenthalt für zwei Personen im Solbadhotel Sigriswil im Wert von 3000 Franken.

Hinweis

Die nächste Vorausscheidung der 9. Zentralschweizer Jassmeisterschaft findet morgen Samstag, 31. Oktober, um 11.30 Uhr im Mythen Forum in Schwyz statt. Am Samstag, 28. November, wird um 13.30 Uhr im Böschhof in Hünenberg eine weitere Runde ausgetragen. Die Ranglisten sind unter www.luzernerzeitung.ch zu finden.