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STEINHAUSEN: Kindergarten nimmt Form an

Im Hasenberg wird gebaut: In der nächsten Woche werden die Holzbauelemente geliefert. Das Material stammt aus dem lokalen Forst. Bezüglich Energie ist es ein Pioniergebäude.
Andrea Muff
So wird der Doppelkindergarten im Hasenberg in Steinhausen dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung Gemeinde Steinhausen)

So wird der Doppelkindergarten im Hasenberg in Steinhausen dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung Gemeinde Steinhausen)

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Der Doppelkindergarten im Hasenberg in Steinhausen wird neu gebaut. Seit letztem Herbst herrscht auf dem Gelände geschäftiges Treiben: Das alte Gebäude wurde abgerissen und der Ersatzneubau vorbereitet. Die Kinder weichen in diesem Schuljahr ins Schulleitungsgebäude im Sunnegrund aus. Wenn alles nach Plan läuft, können sie bereits im nächsten Schuljahr in den neuen Räumen spielen und lernen. «Wir sind im Zeitplan, und auch finanziell können wir bis jetzt alle Vorgaben einhalten», bestätigt Andreas Hürlimann (Grüne), Vorsteher Bau und Umwelt. Für das Projekt hat der Souverän an der vergangenen Juni-Gemeindeversammlung einen Baukredit von 2,45 Millionen Franken gesprochen.

Der Neubau wurde nötig, weil es zum einen zu wenig Platz für die angestrebten Klassengrössen hatte und zum anderen beim bestehenden Gebäude ein vollumfänglicher Sanierungsbedarf bestand. So konnte das Gebäude etwa nicht mehr richtig beheizt werden, und auch die Gebäudehülle war unzureichend gedämmt. Damit ist jetzt Schluss: Der neue Doppelkindergarten soll mit dem Prädikat Minergie-A Eco Standard zertifiziert werden. Andreas Hürlimann erklärt, was es damit auf sich hat. Minergie-A bedeute, dass das Gebäude «energieunabhängig» ist. Das heisst: Es wird so viel Energie selber erzeugt, wie für den Betrieb nötig ist. Beim Doppelkindergarten im Hasenberg wird das mit einer Fotovoltaikanlage und mit der Erdsonden-Wärmepumpe erreicht. Der Zusatz Eco steht für die gesunde und ökologisch nachhaltige Bauweise. Mit dem Bauprojekt im Hasenberg sei man bewusst noch einen Schritt weitergegangen und setze als primären Baurohstoff auf Holz aus dem Steinhauser Wald. «Das Projekt ist anspruchsvoll und eine Herausforderung. Wir sind aber schon vorzertifiziert worden», so der Grüne-Politiker. «Es sieht so aus, als ob wir unser Ziel erreichen.» Und Hürlimann ist stolz auf den entstehenden Kindergarten: «Es ist die erste Schulbaute im Kanton Zug im Minergie-A Eco Standard.»

Verbindung von Natur und Ökologie

Das Besondere des Ersatzbaus ist: die Holz-Elementbauweise. Dafür wurden rund 285 Bäume im Steinhauser Wald gefällt. Es habe genaue Vorgaben gegeben, bezüglich der Qualität und der Abmessung der jeweiligen Stämme, erklärt der zuständige Gemeinderat. In den vergangenen Wochen wurde das Holz zusammengefügt und zu Wand- und Deckenelementen verarbeitet. «In der kommenden Woche werden die ersten Elemente angeliefert und verbaut», sagt Andreas Hürlimann. In der nächsten Zeit wird viel passieren, und der Doppelkindergarten im Hasenberg wird Form annehmen. Denn momentan sei ausser der Bodenplatte noch nicht viel zu sehen, weiss Hürlimann.

Der Bauchef freut sich, dass das Holz aus dem lokalen Forst stammt: «Wir hatten von Anfang an die Idee, und es ist eine tolle Sache, dass alles so gut aufgegangen ist.» Das neue Gebäude gebe auch architektonisch etwas her, meint Andreas Hürlimann. Es entstehe ein schöner, feingliedriger Bau. «Die Verbindung von Natur und Ökologie haben wir schon früh gesucht und sie in diesem Projekt gefunden», erklärt er weiter. Zudem sei die Verwendung des Steinhauser Holzes auch gut für die Wissensvermittlung. «Die Kinder können in den Wald gehen und wissen, woher das Holz stammt. Es ist damit auch ein Projekt zum Anfassen.»

Die Natur hält durch die Baumaterialien nicht nur Einzug in den Kindergarten: Um das Gebäude herum entsteht ein Schmetterlingsgarten. Bis ungefähr April soll der Rohbau stehen und bereit für den Innenausbau sein, vermutet Hürlimann.

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