STEINHAUSEN: Kleine Händler mit grossem Verkaufsgeschick

Der Flohmarkt der Spielgruppe ist auch heuer ein magischer Anziehungspunkt gewesen. Dies nicht nur für Kinder, wie ein Augenschein zeigt.

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Jasmin (links) und Kim verkaufen ihre Spielsachen auf dem Flohmarkt. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 7. Juni 2017))

Jasmin (links) und Kim verkaufen ihre Spielsachen auf dem Flohmarkt. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 7. Juni 2017))

Auf dem Dorfplatz in Steinhausen hat am Mittwochnachmittag emsiges Treiben geherrscht. Denn die Spielgruppe Steinhausen hat zum Flohmarkt eingeladen, und so wechseln die unterschiedlichsten Spielwaren den Besitzer. Pünktlich um 13.30 Uhr haben die ersten Kinder ihre Decken ausgebreitet. Auf diesen platzieren sie sorgfältig die Spielsachen, von denen sie sich trennen können: Plüschtiere, Bücher und allerlei Krimskrams werden zum Verkauf ausgelegt, um dann mit dem Erlös selber wieder auf Einkaufstour zu gehen oder um alles zu sparen.

«Oft kommen die Kinder mit mehr Spielsachen wieder nach Hause, als sie mitgebracht haben», weiss Andrea Küng aus Erfahrungen zu berichten. Sie ist Präsidentin und Leiterin der Spielgruppe Steinhausen. Als Mutter von drei Kindern erinnert sie sich sehr gut an die Flohmärkte, die in Steinhausen seinerzeit noch von der «Randzeitbetreuung» durchgeführt wurden.

Das Handeln ist etwas ungewohnt

Die rund 50 kleinen Verkäuferinnen und Verkäufer auf dem Dorfplatz freuen sich an diesem Nachmittag sehr über das Publikum, das sich inspirieren lässt, was wohl der beste Kauf wäre. Auf einigen Angeboten zeigen Etiketten den gewünschten Verkaufspreis an. Wie aber funktioniert das Handeln? Etwas ungewohnt, doch für viele Kinder eine Erfahrung, die offensichtlich ebenfalls Spass macht. Leonie Huwyler hat bei Mathis Vollmeier (7) gerade eine Junior-Werkbank gekauft. Für ihre Söhne Joel und Lorin (17 Monate). «Damit sie möglichst schnell in die Fussstapfen ihres Vaters treten können», verrät die Mutter der Zwillinge. Und sie erklärt lachend, der Papa sei nämlich Schreiner. Später erfahren wir, dass Mathis’ Werkbank auch an einem Flohmarkt gekauft wurde.

Auf diese Art finden an diesem Nachmittag noch viele gute andere Sachen ein neues Zuhause. Flohmärkte seien eine tolle Sache. «Kinder lernen so den Wert ihrer Sachen zu schätzen», erklärt Küng.

Daher engagiere sich die Spielgruppe seit rund acht Jahren dafür, dass der seinerzeit von der «Randzeitbetreuung» ins Leben gerufene Flohmarkt auch weiterhin durchgeführt werde. Bei Jessica Hardman (8), Amaya Weh (8) und Amida Cancian (8) laufen die Geschäfte an diesem Nachmittag offenbar gut. Jessica, die ihr Angebot gemeinsam mit Amaya und Amida anpreist, hat eben eine Spielzeugfigur verkaufen können.

Ihre Freundinnen erweisen sich ebenfalls als Verkaufstalente. «Nette Kinder potenzieren das Gelingen», meint eine der Kundinnen. Ist der Kauf erfolgreich getätigt, gönnt man sich einen Kaffee und etwas von dem feinen Kuchen, den die Mütter der Spielgruppen-Kinder mitgebracht haben. «Der Flohmarkt trägt hier auch viel zum geselligen Miteinander bei», so Küng.

Daniela Sattler

redaktion@zugerzeitung.ch