STEINHAUSEN: Millionen-Mehrkosten in Steinhausen

11 Prozent teurer als versprochen: Die neue Überbauung im Herzen von Steinhausen kostet 6,5 Millionen Franken mehr. Das letzte Wort hat das Volk an der Urne.

Rem/Red
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So soll die Überbauung an der Bahnhof-/Kirchmattstrasse dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die Überbauung an der Bahnhof-/Kirchmattstrasse dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die Mehrzweckhalle dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die Mehrzweckhalle dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Die Kosten für die Erstellung des Projekts «Dreiklang» in Steinhausen belaufen sich auf 58,5 Millionen Franken. Sie sind damit 6,5 Millionen Franken höher als die Kostenschätzung für den an der Urnenabstimmung gesprochenen Projektierungskredit, wie die Gemeinde am Donnerstag mitgeteilt hat. «Dass sich Kosten nochmals verändern, ist ein normaler Prozess», wird Ruedi Kohler, Projektleiter der Bauherrschaft, in einer Mitteilung zitiert.» Geplant sind neben Alterswohnungen ein Mehrzweckraum, eine Bibliothek und eine Coop-Filiale.

6,5 Millionen Franken Mehrkosten

  • Geschosserhöhung zur Schaffung von acht zusätzlichen Alterswohnungen: 2,5 Millionen Franken
  • Aufwändigere Tiefbauarbeiten (Baugrubenabsicherung): 1,7 Millionen Franken
  • Teuerung: 1,0 Million Franken
  • Höhere Baunebenkosten (Anschlussgebühren): 800'000 Franken
  • Aufwändigere Haustechnik: 500'000 Franken.

Realisierung ohne Steuererhöhung

«Wir können heute eine weitsichtig geplante und wirtschaftlich verantwortungsvolle Lösung präsentieren», so Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter. Mit dem neuen Zentrum werden die Bedürfnisse heutiger und kommender Generationen optimal abgedeckt.

Die Gemeinde wird am 24. November den Kredit dem Volk an der Urne vorlegen. Die Gemeinde hat bereits Rückstellungen in der Höhe von 12 Millionen Franken getätigt. «Der Zeitpunkt ist ideal. Die gesunde Finanzlage mit genügend Reserven und Rückstellungen erlaubt trotz Zusatzinvestitionen eine Realisierung ohne Steuererhöhung», bestärkt die finanzverantwortliche Gemeinderätin Carina Brüngger.

Ab 2017 bezugsbereit

Grundsätzlich zum Projekt Ja gesagt haben die Steinhauser bereits vor rund eineinhalb Jahren. Damals sprachen sie sich für einen Projektierungskredit über rund drei Millionen Franken und eine Überbauung ohne Etappierung aus.

Geht für die Gemeinde alles nach Plan, werden ab Anfang 2015 die Baumaschinen auffahren. Im Sommer 2017 wäre das neue Zentrum dann bezugsbereit.

So wird informiert

Am 24. November stimmen die Steinhauser über das Zentrumsprojekt ab. Zuvor plant die Gemeinde mehrere Informationsrunden.

  • Die Steinhauser haben in diesen Tagen eine Informationsbroschüre zu den geplanten Änderungen des Projekts erhalten.
  • Im Oktober folgt eine zweite Informationsbroschüre zum Projekt.
  • Am 4. November findet eine Informationsveranstaltung statt.
  • Die Website informiert über den aktuellen Stand der Arbeiten.
  • Ein Pavillon an der Kirchmattstrasse orientiert die Öffentlichkeit. Er ist wie folgt geöffnet: 2. Juli, 8-19.30 Uhr; 24. Juli 17-18.30 Uhr; 3. August 9-10.30 Uhr; 17. August 10-11.30 Uhr; 28. August 19-20.30 Uhr; 2. September 18-19.30 Uhr. Ein 3D-Modell zeigt den Gebäudekomplex im Zusammenspiel mit der Umgebung. Zudem steht ein Mitglied der Projektleitung vor Ort für Fragen zur Verfügung.
Der Infopavillon an der Kirchmattstrasse. (Bild: PD)

Der Infopavillon an der Kirchmattstrasse. (Bild: PD)