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STEINHAUSEN: Musikgesellschaft komponiert Werk für Gemeindezentrumseröffnung

Für die Eröffnung des Gemeindezentrums hat sich die Musikgesellschaft etwas Besonderes ausgedacht: In einem eigens dafür komponierten Werk gibt das Dorfleben den Ton an.
Andrea Muff
In der Aula herrscht höchste Konzentration beim Üben der «Vor-Ort-Suite». (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 26. September 2017))

In der Aula herrscht höchste Konzentration beim Üben der «Vor-Ort-Suite». (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 26. September 2017))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Klarinette, Tuba, Waldhorn, Trompete und noch viele Instrumente mehr erfüllen den Raum der Aula im Sunnegrund. Die 45 Mitglieder der Musikgesellschaft Steinhausen üben die Komposition von Martin Völlinger, Organist der Pfarrei St. Matthias Steinhausen. Er hat mit der «Vor-Ort-Suite» ein Werk mit drei Sätzen kreiert, das die Musikgesellschaft am Samstag, 7. Oktober, zur Eröffnung des Zentrums Dreiklang uraufführen wird. Kommenden Samstag beginnt die Woche der Feierlichkeiten, zu denen die Musikgesellschaft den Schlusspunkt setzen wird (siehe Box). Stefan Suter, Vorstandsmitglied, erklärt, was dahintersteckt: «Ein solcher Anlass wie die Eröffnung des Gemeindezentrums wird es so bald nicht mehr geben. Das ist etwas Einmaliges, und das wollen wir mit der Uraufführung der ‹Vor-Ort-Suite› unterstützen.» Stefan Suter sei der Initiant des Projekts, wie Silvan Zemp, Präsident der Musikgesellschaft, und Roland Klaus, Dirigent, bestätigen.

Die Noten des ersten Satzes haben die Mitglieder im März dieses Jahres erhalten, diejenigen des zweiten Satzes noch vor den Sommerferien und die des dritten Satzes direkt danach. Für die Musikgesellschaft sei es das erste Mal, dass sie eine Auftragskomposition uraufführen wird. «Die Suite ist anspruchsvoll, aber für unsere Stärkeklasse geschrieben worden», erklärt Silvan Zemp. Komponist Völlinger kenne die Musikgesellschaft gut, aus diesem Grund seien sie auf ihn zugegangen und nicht auf jemand anderen. «Wir fanden die Idee gut, aber für uns stand fest, dass wir es nur machen, wenn Martin Völlinger komponiert», sagt der Präsident weiter. Und auch für Völlinger war es eine Premiere, dass er ein Werk für ein Blas­orchester schrieb.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei

Das rund 20 Minuten lange Werk ist vielseitig: Takt-, Rhythmus-, Stil- und Lautstärkewechsel sind omnipräsent. «An den Übergängen müssen wir noch ein wenig üben, denn diese sind sehr untypisch», meint Dirigent Roland Klaus. Und tatsächlich: Während der Probe, die bereits einen Einblick in die Vielseitigkeit des Stückes liefert, ruft Klaus verschiedene Aufforderungen den Mitgliedern zu: «Dieser Teil muss schneller sein!», «Hier dürft ihr ruhig cooler spielen» oder «Spielt dies funkig!». Aber im Ganzen ist er zufrieden und lobt: «Ihr müsst aufpassen, aber sonst war es schon sehr gut.»

Laut und leise, schnell und langsam – das musikalische Werk wird von der Abwechslung bestimmt, oder wie Stefan Suter sagt: «Vom Choral bis zur Fasnacht ist alles dabei.» Für jeden Geschmack halte das Stück etwas bereit, ob für den Zuhörer oder für den Musiker selbst, versichert der Tubaspieler. Diese Vielseitigkeit ist durchaus vom Komponisten so gewollt: Es soll das vielfältige Leben vor Ort in einer Gemeinschaft, die in einem Vorort lebt, reflektieren. «Steinhausen als Vorort von Zug, die Kultur findet vor Ort statt», fasst Suter die Idee zusammen.

Der Kalender der Musikgesellschaft Steinhausen ist in diesem Jahr mit der Uraufführung zur Eröffnung des Gemeindezentrums Dreiklang vor allem im Herbst dichter als normalerweise. Direkt danach beginnen die Proben zum alljährlichen Chilemattkonzert am ersten Adventssonntag. «Einzelne Sätze werden wir auch dann spielen», versichert Roland Klaus. Zudem soll das Werk nicht etwa in einer Schublade verschwinden. «Nach der Uraufführung werden wir mit Martin Völlinger zusammensitzen und das Stück an den einen oder anderen Stellen noch ein bisschen anpassen», sagt der Dirigent weiter. Denn mit dem 20-minutigen Werk will die Musikgesellschaft im nächsten Jahr in Hünenberg am kantonalen Musikfestival mitmachen. Und vielleicht wird die «Vor-Ort-Suite» auch von anderen Musiken ins Repertoire aufgenommen. «Das ist zwar nicht das primäre Ziel, aber schön wäre es schon», gibt Stefan Suter zu.

Der Adrenalinspiegel steigt

Doch erst soll die Uraufführung gut über die Bühne gehen – mit ihr macht die Musikgesellschaft den «krönenden Abschluss» der Eröffnungswoche, sind sich die drei Herren einig. Die Schwierigkeit des gesamten Auftritts liegt zudem darin, dass keiner weiss, wie die Akustik im neuen Gemeindesaal ist. Noch sind sie nicht nervös, aber Silvan Zemp weiss aus Erfahrung: «Vor dem Auftritt wird der Adrenalinspiegel steigen. Das braucht es auch, damit wir auf einem guten Konzentrationslevel sind.»

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