Zweiter Sieg in Folge: Die Steinhauserinnen setzen einen drauf

Die Zugerinnen gewinnen im Toggenburg mit 3:1 und bewegen sich in Richtung der Playoffränge. Beim zweiten Erfolg in Serie ragt eine Akteurin aus dem Kollektiv heraus.

Claudia Lengacher
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Steinhausens Dijana Radulovic zeigt eine starke Vorstellung. (Bild: Christian H. Hildebrand (Steinhausen,28.Oktober 2018))

Steinhausens Dijana Radulovic zeigt eine starke Vorstellung. (Bild: Christian H. Hildebrand (Steinhausen,28.Oktober 2018))

«Ich freue mich riesig, dass wir diesen zweiten Sieg erzielen und somit bestätigen konnten, dass es aufwärts geht», freut sich Dijana Radulovic nach dem Spiel. Die Steinhauser Aussenangreiferin kann sich nach dem 3:1-Erfolg im Toggenburg nicht nur über den Erfolg des Teams freuen, sondern auch über ihre eigene Leistung. Während die meisten Steinhauserinnen anfangs noch etwas Zeit zum Aufwachen benötigten, war Radulovic von der ersten Sekunde an bereit und gab Vollgas. In der Verteidigung agierte sie ruhig, antizipierte gut und reagierte schnell, im Angriff verwertete sie lange Zeit jeden Punkt. Es war definitiv ihre beste Saisonleistung bisher.

Den ersten Satz benötigte der VBC Steinhausen, wie bereits erwähnt, um warm zu werden. Zwar waren die Gäste auch diesmal von Anfang an ruhiger und konzentrierter als in den ersten vier Matches, wo Hektik Überhand nahm. In der Annahme überzeugten sie während des gesamten Spiels. Somit konnte die Zuspielerin Niederberger das Spiel geschickt und vielseitig leiten. Jedoch war der Angriff der Steinhauserinnen zum Wegschauen. Völlig unnötige Fehler folgten auf komplett ungeschicktes Verhalten. Dadurch ging der erste Satz klar an die Gastgeberinnen – 25:19.

Der Kampf mit sich selbst

In den zweiten Satz starteten die Steinhauserinnen dann allesamt konzentriert, fokussiert und deutlich lockerer. «Wir haben gelernt, viel besser mit dem Druck umzugehen. In diesen Momenten verschwinden die vielen Eigenfehler und wir können direkte Punkte erzielen», reflektierte Radulovic. Davon gab es im zweiten Durchgang schon einige. Jedoch reichte es noch nicht, um komplett zu überzeugen.

Für die Zugerinnen war es ein Kampf mit sich selbst. Trainer Mustafic rief sein Team in den Time-outs zwar zu weniger Eigenfehlern auf, nahm jedoch nicht weiter Einfluss auf das Spiel, obwohl er zwei Spielerinnen auf der Bank bereit hatte. Schliesslich gelang es seinem Team aber, sich durchzukämpfen und den zweiten Satz mit 25:21 für sich zu entscheiden.

Der dritte Satz war dann eine Berg-und-Talfahrt auf Seite des Gastteams. Erst legte dieses deutlich vor, dann liess es das Heimteam wieder ausgleichen. Erstmals in dieser Begegnung unterstütze Trainer Mustafic sein Team aktiv mit einem Doppelwechsel. So gelang es dem Steinhauser Team, den dritten Satz knapp mit 23:25 zu gewinnen. «Wir haben in den vergangenen Spielen gelernt, nicht aufzugeben, bis zum Schluss zu kämpfen und an uns zu glauben», kommentierte Radulovic später.

Klare Sache zum Schluss

Im vierten Durchgang liessen die Steinhauserinnen dann nichts mehr anbrennen. Zwar gab es hie und da Momente, in denen sie weniger überzeugten, jedoch deutlich seltener. Trainer Mustafic unterstütze sein Team wiederum mit Spielerwechseln, um vermehrt drei Angreiferinnen am Netz zu haben. Dies half auch Portmann bei einem Zwischentief zu ihrer Leistung zurück. Der VBCS siegte mit 25:16, womit die Partie entschieden war.

«Woran wir noch immer arbeiten müssen ist, cool zu bleiben, wenn wir mit einigen Punkten führen. Es gelingt uns noch nicht ganz, in diesen Momenten einfach so weiterzuspielen wie zuvor. Zu oft lassen wir den Gegner auf Punktegleichstand aufholen», sprich Radulovic die Punkte an, die es zu verbessern gilt.

Dank dieses zweiten Saisonerfolgs ist der VBC Steinhausen auf den fünften Tabellenplatz vorgerückt. Nur noch drei Punkte trennt sie vom viertplatzierten Toggenburg.

Die Rangliste finden Sie hier.