STEINHAUSEN: Transocean verschiebt Quartalsbericht

Der Zuger Ölförderkonzern Transocean hat die Vorlage seines Berichts über das dritte Quartal 2014 verschoben. Wie er am Freitag mitteilte, muss er hohe Abschreibungen von 1,97 Milliarden Dollar vornehmen. Grund sind Wertberichtigungen bei Ölbohr-Verträgen.

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Der Erdölkonzern Transocean in Steinhausen. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Der Erdölkonzern Transocean in Steinhausen. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Ursprünglich hatte der weltweit grösste Vermieter von Offshore-Bohranlagen die Quartalszahlen in der Donnerstagnacht vorlegen und sie am Freitag in einer Telefonkonferenz kommentieren wollen. Am Freitag verschob der Konzern die Publikation auf unbestimmte Zeit.

Als Begründung für die Verschiebung nannte Transocean Wertberichtigungen, die nicht Bargeld-relevant sind. Sie umfassen zwei Drittel des Ende Juni ausgewiesenen Goodwills.

Zudem rechnet Transocean mit einer Wertminderung von 788 Millionen Dollar bei den Tiefsee-Bohrplattformen. Grund dafür sind die verschlechterten Aussichten wegen des Preiszerfalls beim Erdöl und die gesunkene Auslastung der Plattform-Flotte. Die genaue Berechnung der Wertberichtigungen sei kompliziert, hiess es im Transocean-Communiqué weiter.

Die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange setzte den Handel von Transocean-Aktien kurz nach Mittag bis 12.45 Uhr und den mit Derivaten des Unternehmens bis 12.50 Uhr aus. Kurz vor dem Handelsstopp notierten die Werte 1,5 Prozent höher. Wenige Minuten nach Wiederaufnahme sackte der Aktienwert um 4,3 Prozent ab und erholte sich dann wieder leicht. Der Gesamtmarkt gemessen am Blue-Chip-Index SMI lag knapp 0,4 Prozent im Minus.

sda