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STEINHAUSEN: Umbau mit zentraler Kundenzone

Das 35-jährige Rathaus soll für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht werden. Der Gemeinderat stellte das redimensionierte Sanierungs- und Erneuerungskonzept im Umfang von 7,5 Millionen Franken vor.
Cornelia Bisch
Im zentralen Empfangsbereich werden sich die Kunden anmelden. Das untere Bild zeigt, wie die Büros aussehen werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Im zentralen Empfangsbereich werden sich die Kunden anmelden. Das untere Bild zeigt, wie die Büros aussehen werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Man wolle nicht nach der Salamitaktik vorgehen und immer wieder nur das Nötigste für den Erhalt des 1982 erbauten Rathauses tun, sagte Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter an einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im Gemeindesaal, die bei der Bevölkerung auf eher schwaches Interesse stiess. «Wir wollen das Rathaus effizient, kundenfreundlich und anpassungsfähig gestalten und mit einer zeitgemässen Infrastruktur ausstatten.» Trotzdem behält die wohlhabende Zuger Gemeinde die Kosten im Blick. Ein erstes Projekt, das die gesamte Nutzfläche des Gebäudes an der Bahnhofstrasse 3 mit einbezog, wurde aus Kostengründen verworfen.

Danach entschied man sich, mit der gegenwärtigen Nutzfläche zu arbeiten und den Rathausbetrieb in verdichteter Form zu organisieren mit einer Kundenzone im Erdgeschoss und einer geschlossenen Verwaltung in den oberen Stockwerken. Sanierung und Umbau sollen rund 7,5 Millionen Franken kosten.

Die ungenutzte Fläche im nördlichen Gebäudeteil wird als Provisorium während der Umbauphase dienen, um danach wieder fremdvermietet zu werden. «Dies ist für die Gemeinde eine sehr kostengünstige Inhouse-Lösung. Ausserdem bleiben die Platzreserven bestehen, falls künftig erforderlich», stellte Gemeinderat Andreas Hürlimann fest. Für die nächste Zeit sollte dies jedoch nicht der Fall sein. Denn der Innenausbau sieht 46 Arbeitsplätze vor, während heute lediglich deren 40 genutzt werden. Maximal besteht nach der Renovation Raum für 50 Arbeitsplätze.

Eine Begegnungszone und gemeinschaftliche Büros

Die Verdichtung wird vor allem durch die Errichtung offener Gemeinschaftsbüros erreicht. «Von Grossraumbüros kann jedoch nicht die Rede sein, denn sie werden maximal 150 Quadratmeter gross und mit höchstens acht Arbeitsplätzen bestückt sein», stellte Hürlimann fest. Anders als heute sind diese Büros für die Kunden künftig nicht mehr zugänglich. Diese melden sich im zentralen Empfangsbereich an, werden vom entsprechenden Mitarbeiter abgeholt und in ein Besprechungszimmer geführt. Diese Form der geschlossenen Verwaltung empfinde er als wenig kundenfreundlich, wandte ein Bürger ein. «Ich treffe oft auf herumirrende Kunden, denen ich den Weg zum richtigen Büro weisen muss. Das ist nicht besonders kundenfreundlich», entgegnete Hofstetter. Auch bezüglich des Datenschutzes müsse die momentane Situation dringend verbessert werden, ergänzte Hürlimann. Mit der geschlossenen Verwaltung sei dieser gewährleistet.

Neben dem vom Dorfplatz aus zugänglichen Empfangsbereich und den Besprechungsbüros ist im Erdgeschoss auch die Einwohnerkontrolle untergebracht. Im ersten Obergeschoss sind Soziales und Gesundheit, Finanzen und Volkswirtschaft sowie Präsidiales angesiedelt, im zweiten Obergeschoss Sicherheit und Bevölkerungsschutz, Informatik sowie Bau und Umwelt. Das dritte Obergeschoss ist dem Gemeinderat vorbehalten mit Aufenthalts- und Sitzungszimmern sowie diversen Arbeitsplätzen. Auf sämtlichen Etagen gibt es zusätzliche Besprechungszimmer, Sanitär- und Materialräume.

Energieeffiziente Sanierung

Das äussere Erscheinungsbild des Rathauses bleibt bestehen. Es werden die Fenster durch Dreifach-Isolierverglasungen ersetzt, die teilweise undichten Flachdächer saniert und wärmegedämmt. Eine Photovoltaikanlage auf den Flachdächern wird einen Teil der Stromversorgung übernehmen. Der Innenausbau wird unter Einhaltung der Brandschutzvorschriften komplett erneuert, ebenso wie die Gebäudetechnik, die durch eine kontrollierte Lüftung mit Aktivkühlung ergänzt wird. Durch die ebenerdige Erschliessung sowie den internen Personenaufzug ist die Barrierefreiheit gewährleistet.

Wie Gemeinderätin Carina Brüngger ausführte, werden 83 Prozent der Kosten in die Sanierung fliessen, lediglich 17 Prozent in den Innenausbau.

Ob die zunehmende Zusammenarbeit unter den Einwohnergemeinden des Kantons Zug nicht früher oder später zu einem Abbau an Arbeitsplätzen in der Verwaltung führe, lautete eine Frage seitens der Zuhörer. «Wir glauben nicht, dass viele unserer Aufgaben wegfallen werden», antwortete Barbara Hofstetter. Es sei wichtig, die Eigenständigkeit des Dorfes zu bewahren. Ausserdem zeige sich immer wieder, dass durch die Zusammenlegung von Ämtern nicht wirklich viel gespart werden könne.

Ein weiteres Anliegen betraf die Dorfplatzgestaltung: «Das Rathaus nimmt eine repräsentative Position im Dorfzentrum ein. Sollte man da nicht auch an die Schaffung eines angenehmen Dorfplatzes denken?», fragte Max Gisler. Man sei seit einiger Zeit im Gespräch mit den Eigentümern des Restaurants Post beziehungsweise der Poststelle, betonte Hürlimann. «Dies sind sehr schwierige Verhandlungen. Wir haben uns schon einige Male zusammengesetzt. Mehr können wir leider nicht tun.»

Über den Kredit für den Umbau und die Sanierung des Rathauses wird am 4. März abgestimmt.

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