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STEINHAUSEN: Umgestaltung am Bahnhof Steinhausen ist auf Eis gelegt

Der Bericht des öffentlichen Workshops zur Entwicklung am Bahnhof liegt vor. Der Gemeinderat will vorerst noch kein neues Bauprojekt besprechen.
Andrea Muff
Für mindestens ein Jahr wartet der Gemeinderat mit neuen Plänen zur Bahnhofplatzgestaltung zu. (Bild Maria Schmid)

Für mindestens ein Jahr wartet der Gemeinderat mit neuen Plänen zur Bahnhofplatzgestaltung zu. (Bild Maria Schmid)

Andrea Muff

In Steinhausen halten die Züge an der Peripherie des Dorfes. Der Bahnhof ist nicht wirklich integriert. Eine Umgestaltung des Bahnhofplatzes sollte Abhilfe schaffen. Im vergangenen Dezember stellte sich die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung gegen das Bauprojekt des Gemeinderats. Den Baukredit von 2,22 Millionen Franken für die Umgebungsgestaltung wiesen die Stimmberechtigten zurück. Als Folge organisierte der Gemeinderat im Mai einen öffentlichen Workshop zum Thema. Nun liegt der Bericht über die Auswertung des im Workshop Besprochenen vor und ist auf der Internetseite der Gemeinde aufgeschaltet. Verfasst hat ihn das Büro für Raumplanung Remund + Kuster aus Pfäffikon SZ.

Der Gemeinderat will sich beim weiteren Vorgehen nun aber Zeit lassen, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. «Er will mindestens ein Jahr zuwarten und das konkrete weitere Vorgehen nochmals beraten.» Als Gründe für die Rückstufung der Dringlichkeit werden die angespannte finanzielle Lage und die Ungewissheit der Entwicklung im Bahnhofsgebiet aufgeführt.

Eine Begegnungszone ist erwünscht

Doch zurück zur Auswertung des Workshops: An besagtem Abend im Mai brannten bei den rund 50 Steinhausern verschiedene Punkte unter den Nägeln. In vier Gruppen behandelten sie vier Themenfelder. Als «Hauptgründe zur Rückweisung» führten die Teilnehmer auf, dass das zurückgewiesene Bauprojekt «als reines Strassenprojekt ohne einen gestalterischen oder städtebaulichen Mehrwert» daherkomme. Des Weiteren bemängelten die Anwesenden das Kosten- und Nutzenverhältnis und das Angebot von Parkierungsmöglichkeiten. Auch die Reduktion der Anzahl Parkfelder war umstritten. Dies ist dem Bericht unter «Erkenntnisse/Fazit» zu entnehmen. Weiter steht darin unter dem Themenfeld «Charakterisierung neuer Bahnhof/Wunschbild», dass die Teilnehmer mehrheitlich ein Bahnhofsgebiet mit Mischnutzung und einen grossen Bahnhofsplatz befürworten würden.

Beim Thema «Bauten und Anlagen sowie Ausstattung» plädierten die Teilnehmer für einen grösseren Betrachtungsperimeter, steht es in der Auswertung. Auch das bestehende Bahnhofsgebäude soll in die weiteren Überlegungen zur Umgebungsgestaltung mit einfliessen. Die qualitative Verbesserung der Verbindungen für Fussgänger und Velofahrer dürfe nicht vergessen gehen. Das künftige «Verkehrsregime» war am besagten Abend ebenfalls Gegenstand der Diskussion. Mehrheitlich befürworteten die Steinhauser eine Temporeduktion. Dabei soll die Tempo-30-Zone einer Begegnungszone vorgelagert werden.

Mehrere Projekte laufen bereits

Von einzelnen Teilnehmern kam der Vorschlag, die Entwicklung des Bahnhofs vorerst zu stoppen. Dies hat der Gemeinderat nun für mindestens ein Jahr getan. Andreas Hürlimann, Bauchef, nimmt Stellung und führt neben der ungewissen finanziellen Situation auch interne personelle Ressourcen als Gründe auf: «Unsere Investitionsplanung zeigt bereits in nächster Zukunft mehrere Projekte, für die wir auch finanzielle Mittel benötigen. Diese sind bereits auf dem Weg und weiter fortgeschritten als der Bahnhof.» So beispielsweise die Sportplätze, das Musikschulzentrum, der Kindergarten oder das Rathaus als Umbau- und Sanierungsprojekt. Das «Bahnhofsprojekt» soll aber nicht in einer Schublade verschwinden: «Wichtig scheint mir, dass wir die weitere Planung zeitnah mit einer möglichen baulichen Umsetzung angehen können.» Zudem werde sich das Gebiet rund um den Bahnhof noch weiter verändern – westlich der SBB-Gleise sei ein kantonales Verdichtungsgebiet, und eine weitere Überbauung des Schlossbergs stehe an. «Es gibt jedoch kein konkretes Projekt, welches vor einer Entscheidung zum weiteren Vorgehen abgeschlossen sein müsste», stellt Hürlimann klar.

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