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STEINHAUSEN: Wer übernimmt das Präsidium?

Ein Sitz im Gemeinderat wird frei: Barbara Hofstetter wird 2018 nicht mehr zur Wahl antreten. Zwei ihrer Gemeinderatskollegen können sich vorstellen, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen.
Andrea Muff
Barbara Hofstetter wird nicht mehr zur Wahl antreten. (Bild: ZZ)

Barbara Hofstetter wird nicht mehr zur Wahl antreten. (Bild: ZZ)

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Dass es die letzte Legislatur für die Steinhauser Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter ist, daraus macht sie kein Geheimnis: «Fünf Amtsperioden – 20 Jahre: Das genügt», sagt die CVP-Politikerin. Für sie sei bereits 2014 festgestanden, dass sie nach der aktuellen Legislatur nicht mehr zur Wahl antreten werde. «Ich möchte aufhören, wenn das Amt noch Freude bereitet und das Aufhören noch ein wenig wehtut», sagt Hofstetter. So sei das Begleiten des Zentrums Dreiklang bis zum Schluss, so wie sie es versprochen habe, ein wichtiges Projekt in ihrem politischen Leben – kommenden Samstag wird das neue Gemeindezentrum eröffnet. «Nun ist es Zeit, dass neue Kräfte kommen», sagt sie.

Es stellt sich die Frage, wer das Gemeinderatsgremium ab 2019 anführen möchte. Eine Umfrage bei den bisherigen Gemeinderäten zeigt, dass die Mehrheit noch keine definitiven Entscheidungen gefällt hat. Hans Staub (CVP), Vorsteher Sicherheit und Bevölkerungsschutz, wird jedoch konkreter. Bei den Wahlen 2014 ist er mit dem besten Resultat in die Exekutive gewählt worden. Er sagt: «Nach kurzem Überlegen habe ich mich ganz klar und ohne zu zögern für eine erneute Kandidatur als Gemeinderat entschieden.» Er fühle sich von der Bevölkerung gut getragen und sei nach wie vor «topmotiviert». Auch am Posten des Vorsitzenden zeigt er sich interessiert: «Meine vierte Legislatur will ich gerne als Gemeindepräsident in Angriff nehmen, um weiter unsere Gemeinde mit zu gestalten und zu entwickeln.» Die Ortspartei gibt die Kandidatur noch nicht offiziell bekannt. In der Stellungnahme von Stefan Suter, Wahlkampfleiter CVP Steinhausen, fallen noch keine Namen, lediglich: Jeweils für den frei werdenden Gemeinderatssitz und für denjenigen des Präsidiums werde die CVP einen Kandidaten zur Wahl aufstellen. Die offizielle Nomination erfolge im April 2017 an der Parteiversammlung.

Bei der letzten Gesamterneuerungswahl ist Andreas Hürlimann als erster grüner Politiker in den Steinhauser Gemeinderat gewählt worden. Für den Bauchef steht fest: «Ich werde mich 2018 zur Wahl stellen. Für welches Amt, ist jedoch noch nicht abschliessend beschlossen.» Hürlimann fügt hinzu: «Für das Gemeindepräsidium anzutreten, interessiert mich jedoch, und ich könnte mir das Amt durchaus vorstellen.» ­Einen definitiven Entscheid werde er zu gegebener Zeit kommunizieren. Seine Partei spricht sich bereits jetzt für ihn aus. «Die Grüne Steinhausen kann sich für die Wahlen 2018 sehr gut vorstellen, dass Andreas Hürlimann sich um das Amt des Gemeindepräsidenten bewirbt», nimmt Edith Seger Niederhauser von der Partei Stellung. «Wir glauben, dass er gute Wahlchancen hätte. Er ist topqualifiziert für diese Aufgabe, und wir spüren in der Bevölkerung Zustimmung und Anerkennung für seine bisherige Arbeit.» Eine allfällige Nomination werde an der Mitgliederversammlung im Frühjahr stattfinden.

Die beiden FDP-Politikerinnen in der Steinhauser Exekutive zeigen vordergründig kein Interesse am Vorsitz des Gremiums. Beide werden aber nochmals für den Gemeinderat kandidieren. Carina Brüngger, Finanzchefin, sagt: «Das Amt in der Exekutive finde ich spannend und herausfordernd. Gerne möchte ich Begonnenes weiterführen oder je nach dem zu Ende führen können.» Auch Parteikollegin Esther Rüttimann hat «sehr viel Freude» an der Arbeit als Sozialvorsteherin: «Die Entwicklung im Gesundheitswesen ist spannend und fordert gerade in den nächsten Jahren viel politisches Engagement.» Carina Brüngger sagt als Präsidentin der Steinhauser FDP über die Parteistrategie: «An den beiden Sitzen im Gemeinderat wollen wir festhalten. Über das Gemeinderatspräsidium wird noch entschieden.»

Die SVP will in den Gemeinderat

Die SVP Steinhausen erachtet zwar den Präsidentensitz nicht als «prioritäres Ziel». Doch auch sie will künftig wieder mitmischen. «Der Anspruch unserer Partei ist es, im Gemeinderat vertreten zu sein. Wir streben nicht einen bestimmten Sitz an, sondern generell einen Sitz im Gemeinderat», sagt Präsident Stefan Sandoz. Mögliche Kandidaten werden im Frühjahr bekannt gegeben.

Einer dessen Namen öfters in den Gesprächen fiel, ist Stefan Thöni von der Piratenpartei. Eine Nachfrage beim Steinhauser zeigt aber: «Momentan gibt es noch keine konkreten Überlegungen für die Gemeinderatskandidatur 2018, da zuerst noch die Richterwahlen anstehen.» Thöni fügt hinzu: «Ausschliessen will ich dies aber nicht.»

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