Steinhausen
Wo früher die Stiftung Eichholz stand, sollen künftig preisgünstige Familienwohnungen zu stehen kommen

Der bis am 6. Dezember aufliegende einfache Bebauungsplan für das Grundstück am Eichholzweg 13 sieht unter anderem 21 Wohnungen, ein Dachgeschoss mit grosszügigen Terrassen und zwei Innenhöfe vor.

Tijana Nikolic
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So könnte das geplante Gebäude mit drei Stockwerken à sechs Wohneinheiten und Dachgeschoss aussehen.

So könnte das geplante Gebäude mit drei Stockwerken à sechs Wohneinheiten und Dachgeschoss aussehen.

Visualisierung: PD

Auf dem Grundstück des ehemaligen Wohnheims Eichholz in Steinhausen, das im September in das Gebäude des ehemaligen Swisshotels im Choller gezogen ist, soll ein Gebäude mit 21 Wohnungen in unterschiedlichen Grössen von 2,5-, 3,5-, 4,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen entstehen. Zwei Drittel der geplanten Wohnungen sollen nach den Richtlinien des Wohnraumförderungsgesetzes geplant und als «preisgünstige» Wohnungen erstellt werden, heisst es in einer Mitteilung der kantonalen Baudirektion, in der nicht näher auf die konkreten Mietpreise eingegangen wird. Der Kanton Zug ist Eigentümer dieses Grundstücks.

Das Hochbauamt des Kantons Zug beauftragte im November 2020 das Zuger Architekturbüro Albi Nussbaumer Architekten, um ein Richtprojekt für das Grundstück zu erstellen, welches als Grundlage für einen einfachen Bebauungsplan dienen soll. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro Zwahlen und Zwahlen aus Cham kristallisierte sich das nun vorliegende Richtprojekt heraus. Dieses soll lediglich die Basis dafür schaffen, dass im einfachen Bebauungsplan das Bebauungsmass und die Nutzungsmöglichkeit für das Grundstück festgelegt werden können.

Zwei Innenhöfe im Gebäudeinneren geplant

Angedacht sind drei Stockwerke mit jeweils sechs Wohneinheiten sowie ein Dachgeschoss mit drei Wohnungen, die über grosszügige Dachterrassen verfügen sollen. Im Dachgeschoss ist auch ein allen Bewohnerinnen und Bewohnern dienender Gemeinschaftsraum mit Terrassenbereich geplant, wie dem Bebauungsplan zu entnehmen ist. Das Treppenhaus soll im Gebäudeinneren entlang zweier Innenhöfe geführt werden.

Sämtliche Wege sollen sich in der vertikalen Erschliessung bündeln und sich in den Obergeschossen entlang den Höfen zu den einzelnen Wohnungseingängen winden. Diese Innenwelt werde zum Verweilen anregen und als «Ort der Kommunikation» den sozialen Austausch zwischen den Bewohnern fördern.

Das Treppenhaus soll im Gebäudeinneren entlang zweier Innenhöfe geführt werden.

Das Treppenhaus soll im Gebäudeinneren entlang zweier Innenhöfe geführt werden.

Visualisierung: PD

Schwerpunkt auf Familienwohnungen angestrebt

Eine Mischung aus kleinen Plätzen mit Bänken und freier Spielwiese mit Spielgeräten solle allen Altersgruppen einen geeigneten Ort bieten, um sich draussen aufzuhalten. Gehölz, das dem Neubau weichen muss, werde grosszügig durch neue einheimische und standortgerechte Pflanzen ersetzt und somit die Grünstruktur entlang der Eichholzstrasse erhalten, wird im Plan festgehalten.

Basierend auf den Ergebnissen der Steinhauser Bevölkerungsbefragung 2018/19, wurde ein Wohnungsmix mit Schwerpunkt auf Familienwohnungen angestrebt. Deshalb würde die Mehrzahl der geplanten Wohnungen aus 4,5 Zimmern bestehen. Im Erdgeschoss sind drei kleine Wohnungen für Einzelpersonen mit einer Beeinträchtigung angedacht, was eine Vorgabe des Kantons sei.

Baurecht soll an Interessierte abgegeben werden

Das Gebäude soll an das geplante Fernwärmenetz der Gemeinde Steinhausen angeschlossen werden. Ist das Fernwärmenetz bis zum gewünschten Zeitpunkt nicht oder noch nicht realisiert, könne alternativ eine Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine Holzheizung umgesetzt werden.

Die Baudirektion beabsichtigt, nach Erlass des einfachen Bebauungsplans das rund 2500 Quadratmeter grosse Grundstück im Baurecht für die Realisierung der Wohnüberbauung abzugeben.

«Nach dem Erlass des einfachen Bebauungsplans ist bekannt, welche baurechtlichen Rahmenbedingungen dafür gelten. Gestützt darauf wird die Baudirektion den interessierten Wohnbaugenossenschaften oder Generalunternehmungen die Unterlagen zustellen, damit diese eine Offerte für das Baurecht abgeben können», sagt der Zuger Baudirektor Florian Weber. Nach Abschluss des Baurechtsvertrags wird die künftige Baurechtsnehmerin das Bauprojekt ausarbeiten und danach für dieses bei der Gemeinde Steinhausen eine Baubewilligung beantragen. Weber:

«Es ist durchaus möglich, dass das Bauprojekt in seiner Ausgestaltung und Erscheinungsform vom Richtprojekt abweichen wird.»

Der einfache Bebauungsplan kann bis 6. Dezember bei der Gemeindeverwaltung Steinhausen eingesehen werden.

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