STEUERN: Oberägeri: Die goldenen Zeiten sind vorbei

Die Gemeinde rechnet in den nächsten Jahren mit roten Zahlen. Nun droht gar eine Steuererhöhung.

Silvan Meier
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Das Ägeribad, das Ende 2017 fertig gebaut werden soll, wird die Gemeinde­kassen von Ober- und Unterägeri in ein paar Jahren zusätzlich belasten. (Bild: Visualisierung PD)

Das Ägeribad, das Ende 2017 fertig gebaut werden soll, wird die Gemeinde­kassen von Ober- und Unterägeri in ein paar Jahren zusätzlich belasten. (Bild: Visualisierung PD)

Gemeindepräsident Pius Meier hat schon im Sommer geahnt, dass die finanzielle Situation Oberägeris sich verschlechtern könnte. Damals rief der Kanton zu Sparrunden auf. Meiers Ahnung hat sich nun bestätigt. Die Steuereinträge werden im nächsten voraussichtlich um über vier Millionen Franken einbrechen. Die Gemeinde geht von einem Defizit von 750 000 Franken aus. Das Resultat sähe noch schlechter aus, würde die Gemeinde nicht 2,2 Millionen Franken aus der Reserve entnehmen.

Auch in den nächsten Jahren geht Finanzchef Pius Meier von Defiziten aus. Grund sind einerseits die weiterhin rückgängigen Steuererträge und andererseits die vorgesehenen Investitionen, die auch Abschreibungen nach sich ziehen. Im Finanzplan ist deshalb für das Jahr 2016 eine Erhöhung des Steuerfusses um 2 auf 67 Prozent vorgesehen. «Aus jetziger Sicht würde das Sinn machen», erklärt Meier. «Doch zuerst müssen wir die Entwicklung der Steuererträge im nächsten Jahr abwarten.»