Steuersenkung in Steinhausen?

Die SVP Steinhausen will den Steuerfuss der Gemeinde um 5 Prozentpunkte senken. Sie hat dazu eine Motion eingereicht.

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Gemeindehaus in Steinhausen. (Bild: Stefan Kaiser (23. Mai 2016))

Gemeindehaus in Steinhausen. (Bild: Stefan Kaiser (23. Mai 2016))

Von 60 auf 55 Prozentpunkte soll der Steuerfuss der Gemeinde Steinhausen per Anfang 2019 gesenkt werden. Das verlangt die SVP der Gemeinde in einer Motion, die sie beim Gemeinderat eingereicht hat. «Um den Steinhauser Finanzhaushalt ist es bestens bestellt», heisst es gleich zu Beginn des Motionstextes. Der Gemeinderat habe mit dem Rechnungsabschluss für das Jahr 2017 ein Nettovermögen von 50,1 Millionen Franken ausgewiesen.

Dieses Vermögen sei wichtig, um eine nachhaltige Steuerpolitik mit langfristig stabilem Steuerfuss betreiben zu können. Die Gemeinde habe per 2016 das grösste Pro-Kopf-Vermögen aller Zuger Gemeinden. «Der gemeindliche Finanzhaushalt weist klar das Potenzial für Steuersenkungen auf», argumentiert die Parteileitung weiter.

Nachbargemeinden haben bereits reagiert

Langfristige Steuern seien vor allem für die mobilen juristischen Personen wichtig. «Und dieses Segment ist wichtig für Steinhausen.» Immerhin waren die Steuererträge dieser Kategorie 2016 in Steinhausen innerhalb des Kantons am dritthöchsten. Mit 17 Millionen Franken hat Steinhausen fast so viele Steuern von juristischen Personen eingenommen, wie die dritt- und viertplatzierten Gemeinden zusammen (Risch mit 11 Franken und Cham mit 8 Millionen Franken).

«Die Gemeinden um Steinhausen herum haben im letzten Jahr bereits auf die guten Erträge reagiert und ihre Steuerfüsse gesenkt.» Als Beispiele werden unter anderem Zug (von 60 auf 58 Prozent), Baar (von 56 auf 53 Prozent) und Cham (von 65 auf 61 Prozent) genannt. Der Gemeinderat wird die Motion voraussichtlich an der nächsten Gemeindeversammlung im Dezember 2018 behandeln. (red)