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Risch: Steuersenkung trotz Investitionen

Die Gemeinde Risch ist finanziell gut aufgestellt. Deshalb will sie im kommenden Jahr die Steuern senken.
Vanessa Varisco
Auch für das Projekt Binzmühle wurde Geld eingeplant. Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 22. September 2019)

Auch für das Projekt Binzmühle wurde Geld eingeplant. Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 22. September 2019)

Bereits zum dritten Mal in Folge sollen in der Gemeinde Risch die Steuern gesenkt werden. Während der Steuerfuss bis dato bei 60 Prozentpunkten lag, wird im Budget 2020 mit drei Prozentpunkten weniger, also 57 Prozent, gerechnet. Bereits letztes Jahr wurde eine Steuersenkung um zwei Prozentpunkte gewährt. «Die Reduktion deckt sich mit der Strategie des Gemeinderates, den Steuerfuss unterhalb des Mittelwerts der Zuger Gemeinden zu halten», schreibt die Gemeinde in einer entsprechenden Mitteilung. Doch die geplante Steuersenkung hat noch weitere Gründe, wie Francesco Zoppi, Vorsteher Finanzen und Controlling, weiss: «Die Wirtschaft prosperiert in der Gemeinde gleichermassen wie im Kanton Zug. Da macht eine Steuersenkung Sinn.»

Trotz dieser Steuersenkung rechnet die Gemeinde aber mit einem höheren Steuerertrag von 900 000 Franken bei den natürlichen Personen. Damit würde der gesamte Ertrag auf 24 200 000 Franken ansteigen. «Die veranschlagten Mehreinnahmen hängen damit zusammen, dass ein Bevölkerungswachstum erwartet wird», erklärt der SVP-Mann. Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass die Gemeinde für Neuzuzüger attraktiv geworden sei. Bei den juristischen Personen wird ein leicht höherer Ertrag von 11,2 Millionen Franken erwartet.

Wie in den Jahren zuvor ein leichtes Plus budgetiert

Wegen des Bevölkerungswachstums dürfte sodann auch der Beitrag aus dem kantonalen Finanzausgleich (ZFA) höher ausfallen. Mit rund 8,1 Millionen Franken wird die Gemeinde drei Millionen mehr als im vergangen Jahr erhalten. Als Gründe dafür zählt der Vorsteher Finanzen und Controlling neben dem Bevölkerungswachstum die höheren Steuererträge aus den Gebergemeinden auf. «Der kantonale Finanzausgleich ist für uns nach wie vor sehr hilfreich», legt Zoppi offen.

Für das Budget 2020 resultiert bei einem Aufwand von 60 03 400 Franken und einem Ertrag von 60 995 700 ein Überschuss von knapp 92 300 Franken – wie in den vergangenen Jahren wird also mit einem eher kleineren Gewinn gerechnet. «Mit dieser Strategie sind wir bis anhin gut gefahren», bekräftigt der Gemeinderat, weshalb man daran festhalte.

Investiert wird vor allem in den Schulraum

Im nächsten Jahr kommen ausserdem grosse Investitionen auf die Gemeinde zu. 24650000 Franken sind dafür veranschlagt. «Diese werden vor allem in den Schulraum investiert», erläutert Zoppi. Denn auch hier werden aufgrund des Bevölkerungswachstums mehr Schüler und Schülerinnen erwartet. Für die Sanierung der Binzmühle sei ebenfalls Geld eingeplant. Über den Kredit für dieses Projekt wird am 24. November abgestimmt.

Mit Optimismus in die Zukunft

Insgesamt sind in der Finanzstrategie für die nächsten vier Jahre 112 Millionen Franken vorgesehen. Nicht alles wird die Gemeinde allerdings mit eigenen Mitteln finanzieren können bei einer Abschreibung von 4 648 000 Franken und Zusatzabschreibungen von 5 500 000 Franken. Mittelfristig werden die Schulden ansteigen.

«Das war allerdings schon länger klar und ist kein Grund zur Sorge», erläutert Francesco Zoppi. Er zeigt sich zuversichtlich und optimistisch, was die Finanzen und die Entwicklung der Gemeinde Risch/Rotkreuz betrifft.

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