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Neuheim: Steuersenkung trotz Minus

Das Budget 2019 weist einen Aufwandüberschuss von rund 250000 Franken aus. Trotzdem schlägt der Gemeinderat grosszügige Steuergeschenke an die Bürger von insgesamt sechs Prozent vor.
Cornelia Bisch
Das Gemeindehaus in Neuheim.(Werner Schelbert/Zuger Zeitung)

Das Gemeindehaus in Neuheim.
(Werner Schelbert/Zuger Zeitung)

An der Einwohnergemeindeversammlung vom 11. Dezember wird der Gemeinderat dem Volk ein Budget fürs kommende Jahr mit einem Aufwand von 13,08 Millionen Franken, einem Ertrag von 12,83 Millionen und dem daraus resultierenden Verlust von rund 250000 Franken unterbreiten. Auch in den nächsten Jahren werden hohe Investitionen auf die Gemeinde zukommen, was einen vorübergehenden Anstieg der Verschuldung nach sich ziehen wird. Dennoch schlägt der Rat eine Steuersenkung von zwei Prozent und zusätzlich einen Rabatt von vier Prozent vor.

«Einerseits erstatten wir so Steuern zurück, die wir in den Jahren 2015 bis 2017 zu viel eingenommen haben», erklärt Finanzvorsteher Marcel Güttinger. «Wir haben in diesen Jahren insgesamt rund drei Millionen Franken Gewinn erzielt, was bei einem Haushalt von jährlich rund 13 Millionen beträchtlich ist.» Der Gemeinderat habe den Plan gefasst, die Beträge in drei Stufen zurückzuerstatten. «Mit der dauerhaften, langfristigen Steuersenkung von zwei Prozent sowie dem einmaligen Rabatt von vier Prozent, den wir eventuell noch einmal wiederholen werden.» Der dritte Schritt bestehe in der Auflösung eines Teils der in den goldenen Jahren gebildeten Steuerschwankungsreserven.

In den drei positiven Rechnungsperioden waren zusätzliche Abschreibungen getätigt worden, die über das gesetzliche Minimum hinausgingen. «Das wird die Rechnung in Zukunft entlasten», so Güttinger.

Höhere Erträge erwartet

Es sei der Gemeinde Neuheim wichtig, ihre Position im Steuerranking beizubehalten und gegenüber den anderen Zuger Gemeinden nicht zurückzufallen.

Trotz der Steuerfusssenkung und des Rabatts rechnet man generell mit etwas höheren Steuereinnahmen. «Bei den juristischen Personen ist dies sicher konjunkturbedingt», stellt Güttinger fest. Aber auch das anhaltende Bevölkerungswachstum trage zur Verbesserung der Erträge bei. «Wir konnten in den letzten Jahren viele Liegenschaftsprojekte realisieren, und auch 2019 werden weitere in Angriff genommen.»

Der Ergänzungsbau Schulhaus Dorf II konnte im laufenden Jahr praktisch ohne Fremdkapital fertiggestellt werden. Der Finanzplan für die Jahre 2019 bis 2022 sieht diverse Strassensanierungen vor, die einen Betrag von zwei Millionen Franken verschlingen werden. Weiter ist der Bau einer Asylunterkunft im Umfang von 1,2 Millionen Franken geplant. Investitionen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung von 1,2 Millionen Franken werden nötig sein. Die Kosten für die Umsetzung des Landschaftsentwicklungskonzeptes (LEK) schlagen mit 450 000 Franken zu Buche.

Das teilrevidierte Finanzhaushaltsgesetz des Kantons Zug sieht neu vor, dass die werterhaltenden Massnahmen als gebundene Ausgaben zu behandeln sind und vom Gemeinderat bewilligt werden können. So fallen in Neuheim für das Jahr 2019 Unterhaltsmassnahmen beim Gemeindehaus im Umfang von 160000 Franken und beim Mehrzweckgebäude Neuhof im Rahmen von 900000 Franken in die Kompetenz des Gemeinderates. «Es handelt sich dabei ausschliesslich um dringend notwendige Sanierungsarbeiten», betont Güttinger.

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