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STEUERVERGLEICH: Ein Steuerparadies namens Baar

Bisher bot Wollerau im Kanton Schwyz reichen Familien die besten Steuerkonditionen. Das ist nicht mehr so. Durch eine Steuererhöhung sind die Schwyzer Gemeinden nach hinten gerückt. Führend ist jetzt Baar.
Christopher Gilb
Wer hat 50'000 Franken verloren? (Symbolbild Keystone)

Wer hat 50'000 Franken verloren? (Symbolbild Keystone)

Nach Auskunft der Steuerverwaltung des Kantons Zug leben laut der Steuerdaten 2015 in Baar 31 Ehegemeinschaften mit einem steuerbaren Einkommen von mehr als 1 Million Franken. Gemäss des aktuellen Steuervergleichsrechners des «Tages-Anzeigers» zahlen sie damit den in ihrer Einkommensklasse tiefsten regulären Steuersatz der Schweiz.

In den letzten Jahren war dafür die schwyzerische Gemeinde Wollerau bekannt. So führte die Gemeinde im Steuervergleich 2016 etwa bei Alleinverdienern mit Kindern und über 1 Million Bruttoeinkommen mit einer Steuerbelastung von 8,91 Prozent für Kirche-, Gemeinde- und Kantonssteuer, dahinter kamen Feusisberg und Freienbach und dann erst Baar mit 9,7 Prozent. Der Baarer Steuersatz hat sich nicht verändert, nun steht Baar auf Platz eins, dann folgt Zug mit 9,89 Prozent und dann erst Wollerau mit 9,95 Prozent.

Nicht überall Wollerau verdrängt

Grund dafür ist, dass im Kanton Schwyz die Steuern erhöht wurden. Dieser Umstand widerspiegelt sich auch in den anderen Einkommensklassen. Überall sind die Zuger Gemeinden besser klassiert. Trotzdem hält sich Wollerau beispielsweise für Doppelverdiener mit Einkommen zwischen 300 000 und 1 Million Franken noch immer auf Platz eins, jedoch knapp. In den meisten darunter liegenden Einkommensklassen aber sind alle vorderen Plätze von Zuger Gemeinden belegt, nur bei den sehr tiefen Einkommen ist es dann wieder anders. Zu einem Zuzug von Millionären hat die Spitzenposition von Baar aber aktuell wohl noch nicht geführt. «Nach unserem subjektiven Empfinden hat sich die Zahl der besonders einkommensstarken Haushalte in den vergangenen Jahren nicht gross verändert. Sie ist in der langjährigen Tendenz leicht gestiegen, aber die Zahl schwankt auch jedes Jahr etwas», sagt Guido Jud, der Leiter der kantonalen Steuerverwaltung. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, hat sich auch in Wollerau nichts verändert. Die Frage, ob das veränderte Ranking zu einer Abwanderung geführt hätte, habe die Gemeinde mit Nein beantwortet.

Kantonsintern führt Walchwil

Auch innerhalb des Kantons Zug leben die meisten Einkommensmillionäre, soweit sich dies nicht aufs aktuelle Jahr gravierend geändert hat, nicht in Baar. «Aus früheren Erhebungen wissen wir, dass die meisten Einkommensmillionärs-Haushalte in den folgenden Gemeinden anzutreffen sind: prozentual im Verhältnis zur Bevölkerungszahl in Walchwil und als absolute Zahl in der Stadt Zug», so Guido Jud. Und es könnte auch Rankings geben, in denen Walchwil vor Baar liegt. Nämlich dann, wenn ohne Kirchensteuer gerechnet wird. Insgesamt haben im ganzen Kanton rund 0,9 Prozent der Ehegemeinschaften ein steuerbares Einkommen in Millionenhöhe. Dazu kommen aber noch jene, die Quellensteuer bezahlen und von denen die Steuerverwaltung keine vollständigen Daten hat.

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

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