Leserbrief

Steuerzahlende sollen Bergbahnen retten?

Zu den Skisportgebieten in der Schweiz

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Dass Bergbahnen und Skianlagen nur noch teilweise rentieren, ist logisch und war längst absehbar: Nicht mehr alle Leute betreiben Skisport, der Tourismus war und ist wetter- sowie saisonabhängig, und die Schneefallgrenze verschiebt sich aufgrund des Klimawandels stetig aufwärts. Das schleckt keine Geiss weg. Trotzdem investierten Bergbahnen auf Teufel komm raus. Und jetzt sollen die Steuerzahlenden solche Bahnen retten? Nach dem Motto: In rosigen Zeiten streichen die Aktionäre die Gewinne ein, und in schlechten Zeiten zahlen wir Steuerpflichtigen? Diese Haltung ist völlig daneben.

Ob Taxibetriebe, Wellness-Anlagen, Hotel- und Gastrotempel, Banken, Versicherungen, Klamotten- oder Skihersteller et cetera: Es handelt sich in unserer Marktwirtschaft in der Regel um private Unternehmen, welche das Unternehmer-Risiko selber tragen müssen, den Erfolg für sich buchen dürfen, aber keinen Anspruch auf Rettung durch den Staat haben. Wo kommen wir sonst hin? Im Kommunismus war respektive ist es so, dass alles staatlich organisiert, (schlecht) gebaut und staatlich zwangsfinanziert wird. Aber viele kommunistische Länder wie die DDR, Rumänien oder Kuba sind wirtschaftlich kläglich gescheitert, liegen am Boden oder wurden aufgelöst. Das sollte nun wahrlich allseits bekannt sein.

Ueli Krasser, Hagendorn