STIERENMARKT: Herr Betschart und das liebe Zuger Vieh

Eigentlich kein Traumjob, sich am Stierenmarkt um alles kümmern zu müssen. Einer tut es dennoch. Und zwar sehr gerne.

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Daniel Betschart, Platzchef beim Stierenmarkt. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Daniel Betschart, Platzchef beim Stierenmarkt. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Bauer werden, den elterlichen Hof übernehmen, das wollte Daniel Betschart. «Damals», sagt der heute 52-Jährige. Damals war, bevor sein älterer Bruder seinen Traum zu leben begann und Betschart als 22-jähriger mit landwirtschaftlicher Ausbildung beim Schweizer Braunviehzuchtverband anheuerte. Und einen Weg einschlug, der thematisch zumindest gar nicht so weit von seinem Traum weg funktionierte: Als Melkbarkeitsexperte («Da testet man Kühe, um herauszufinden, ob sie sich für Melkmaschinen eignen») stieg er ein, verbrachte viel Zeit auf fremden Höfen, und blieb dieser Funktion treu, bis dass dieses Programm nach 20 Jahren abgeschafft wurde.

Der Mann für tierische Belange
Geht der grossgewachsene Mann mit den kobaltblauen Augen heute über den Stierenmarkt, so hinterlässt er nie den Eindruck, als sei er im Stress. Als hätte er über 30 Helfer unter sich. Als wäre er für das Treiben auf dem Platz verantwortlich. Doch genau das ist Betschart: Er ist Platzchef. In seinen Zuständigkeitsbereich falle «alles, was mit den Tieren zu tun hat», sagt er, Fütterung, Stallungen, Vorführungen – «schliesslich muss das Vieh zur rechten Zeit am rechten Ort sein» – und das Personal auch. «Wärter» oder Tierpfleger nennt er die 34 Bauern oder Bauernsöhne aus der ganzen Schweiz, die sich in Zug um die Stiere kümmern.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.