Stipendium
Zuger Künstlerin Vreni Spiesser reist nach Buenos Aires

Die Kulturkommission der Stadt Zug hat das Atelierstipendium der Städtekonferenz Kultur (SKK) und der Stadt Zug vergeben. Die Zuger Künstlerin Vreni Spieser wird vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 in Buenos Aires, Argentinien leben und arbeiten.

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(haz) Vreni Spieser erhält von der Stadt Zug und der Städtekonferenz Kultur (SKK) das aktuelle Atelierstipendium. Für den sechsmonatigen Aufenthalt in Buenos Aires konnten sich laut Medienmitteilung der Stadt Zug professionelle Kunstschaffende, Kulturvermittelnde und Kulturveranstaltende aller Bereiche bewerben. Zu den dazu gestellten Bedingungen gehört, dass das Bürgerrecht, der Wohnsitz oder Arbeitsort der Bewerberinnen und Bewerber in der Stadt Zug liegt oder sie zu einem früheren Zeitpunkt während mindestens zehn Jahren in der Stadt gewohnt oder gearbeitet haben.

Vielseitige Künstlerin

Vreni Spieser, 1963 in Zug geboren, lebt und arbeitet in Zürich. Sie absolvierte ein Kunst- und Designstudium, mitunter an der Zürcher Hochschule der Künste. Verschiedene Ausland- und Künstleraufenthalte führten sie überdies nach Ghana, Halle (Saale), Paris, Buenos Aires, die Philippinen und nach Japan.

Vreni Spieser.

Vreni Spieser.

Bild: Carolina Cerbaro/PD

Die sowohl lokal als auch international tätige Zuger Künstlerin bewegt sich in den Bereichen Installation, Performance und Community Art, heisst es in der Mitteilung. Vreni Spieser hat bereits einige Preise und Stipendien gewonnen, veröffentliche diverse Publikationen, gestaltete Kunst am Bau und die Liste ihrer Einzel- und Gruppenausstellungen ist entsprechend lang. Im Rahmen des Umzugs ins neue Stadthaus im Juni 2019 erhielt sie, nebst den Zuger Kunstschaffenden Ramon Hungerbühler und Maja Hürst, den Auftrag, eine grossflächige Wandarbeit herzustellen.

«Eldorado» in Buenos Aires weiterentwickeln

Bei einem früheren Aufenthalt in Buenos Aires entwickelte sie auch die Idee ihres künstlerischen Forschungsprojekts zum Begriff des «Eldorado», welcher auf der Legende des «sagenhaften Goldlandes» basiert. Thematisch lässt sich der Begriff innerhalb der Kontexte von Migration, Postkolonialismus, Ornament, Adaption, Reisen und Tanz verorten. Mit Eldorado verbunden ist auch der unstillbare Entdeckergeist sowie die anhaltende Recherche. Spieser freut sich darauf, nach zehn Jahren nach Buenos Aires zurückzukehren, «denn die Zeit ist reif, um die losen Enden aufzunehmen und künstlerisch weiter zu spinnen.»

«Ich bin selber sehr gespannt darauf, wie sich die Fäden, Geschichten und Erzählstränge weiterentwickeln und in meiner Arbeit materialisieren werden.»

Die Kulturkommission schätzt besonders die Vielseitigkeit und konzeptuelle Stärke der Künstlerin. Zu ihrem geplanten Projekt in Buenos Aires gehören nebst Ton- und Filmaufnahmen auch Geschriebenes und Collagen, Fotografien, Fundstücke und Zeichnungen zu ihren gewählten künstlerischen Medien. Die Kulturkommission ist überzeugt, dass sie sich in Buenos Aires weiterentwickeln kann und die Chance nutzen wird, die Auseinandersetzung mit dem Thema Eldorado zu vertiefen.