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Stofftiere ersetzen das Publikum an der Musikschule Zug

Die Musikschule Zug hat ihre Konzerte bis zu den Weihnachtsferien abgesagt. Dank kreativen Lösungen können die Schüler trotzdem einen Auftrittsmoment erleben.

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An der Musikschule Zug werden Konzerte durch Videoaufnahmen ersetzt.

An der Musikschule Zug werden Konzerte durch Videoaufnahmen ersetzt.

Bild: PD

Auch wenn die momentanen Schutzbestimmungen Konzerte mit eingeschränkten Publikumszahlen erlauben würden, hat sich die Musikschule Zug entschieden, sämtliche Konzerte bis zu den Weihnachtsferien abzusagen. Das oberste Ziel ist es, den Musikunterricht als Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. Zudem will die Musikschule Zug dem Aufruf des Bundesrates Folge leisten und die Anzahl Kontakte im Umfeld der Musikschule auf ein Minimum beschränken. Der Konzertbetrieb fehlt sowohl den Musiklehrpersonen als auch ihren Schülerinnen und Schülern.

Damit die jungen Künstlerinnen und Künstler trotzdem Konzerterfahrungen sammeln können und die Eltern, Grosseltern und andere interessierte die Möglichkeit haben, in den Genuss der Vorträge zu kommen, können Lehrpersonen der Musikschule eine Klassenstunde abhalten, welche auf Video aufgezeichnet und online zur Verfügung gestellt wird. Eine solche Klassenstunde ist ähnlich wie eine Vortragsübung, findet aber ohne Publikum statt. Die ersten Erfahrungen mit den Video-Aufnahmen sind gut. Für die damit verbundenen Herausforderungen wurden kreative Lösungen gefunden.

Kuscheltiere sorgen für heitere Stimmung

So hatte zum Beispiel die Violinenlehrerin Helen Steinemann die Idee, die Kuscheltiere der Kinder als Publikum dienen zu lassen, was für eine gelöste und heitere Stimmung sorgte. Und damit die Kinder nicht zu lange warten mussten, wurden sie in kleinere Gruppen eingeteilt. Die Videos sind nicht öffentlich zugänglich, sondern werden den Eltern mit einem privaten, geschützten Link zur Verfügung gestellt und nach einem Monat wieder gelöscht. Ein vollwertiger Ersatz für Konzerte sind diese Videoaufzeichnungen natürlich trotzdem nicht. Unter den gegebenen Umständen ist es für alle Beteiligten jedoch eine gute Alternative bis die Schülerinnen und Schüler den wohlverdienten Applaus endlich wieder live geniessen dürfen.

Für die Musikschule Zug: Deborah Annema


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