Strafanzeige gegen SVP-Gemeinderat von Baar

Fast eine halbe Million Franken soll Karl Betschart von einem Kunden in die eigene Kasse abgezweigt haben. Ihm droht nun eine Anklage.

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Es gilt die Unschuldsvermutung. Doch die Strafanzeige gegen den Baarer SVP-Gemeinderat Karl Betschart enthält happige Vorwürfe: Der Politiker soll knapp eine halbe Million Franken eines Kunden seines Treuhandbüros Tharpex in die eigene Tasche abgezweigt haben. Gemäss dem Anwalt der Gegenpartei steht eine Anklageerhebung unmittelbar bevor.

Betschart schweigt

Wofür soll Betschart das Geld verwendet haben? Rund 300'000 Franken habe er sich als Löhne überwiesen, obwohl kein Anstellungsverhältnis bestanden habe, wirft ihm die Gegenpartei vor. Zudem habe er über die Konten seines Kunden eine private Steuerrechnung bezahlt. Andere Überweisungen seien an eine Herstellerin hochwertiger Polstermöbel und an Betscharts Partei gegangen. Zudem werden ihm ungetreue Geschäftsbesorgung und Falschbeurkundung vorgeworfen.

Betschart selber wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen. Die Verfahren seien pendent, weshalb er sich nicht dazu äussern könne, liess er über seinen Anwalt mitteilen. Einen bereits vereinbarten Gesprächstermin mit der Neuen Zuger Zeitung sagte er kurzfristig ab.

Silvan Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.