STRAFBEFEHL
26-Jähriger bestellt im Namen seiner Ex-Freundin bei einem Erotikshop. Der Racheakt kommt ihn teuer zu stehen

Mehrfach beleidigt ein Kosovare seine ehemalige Freundin, schickt ihr Gleitgel nach Hause, das er auf ihren Namen bestellt hat und das sie zahlen soll. Ein schlechter Scherz? Eine Straftat.

Kilian Küttel
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Die Zuger Staatsanwaltschaft verurteilt einen 26-Jährigen aus dem Kanton Zug wegen Beschimpfung und Urkundenfälschung in einem leichten Fall. 30 Tagessätze à 40 Franken (1200 Franken) beträgt die unbedingte Geldstrafe, hinzu kommen 400 Franken Gebühren.

Grund für den Strafbefehl gegen den Schreiner ist sein Benehmen gegenüber einer ehemaligen Geliebten: Ende März 2020 schreibt er ihr viermal, sie sei eine Schlampe. Einmal bezeichnet er sie als Hure. Schon einige Wochen zuvor hatte er mit der E-Mail-Adresse seiner Verflossenen ein Kundenkonto bei einem Erotikshop erstellt. Unter ihrem Namen und an ihre Adresse bestellte er für rund 130 Franken Erotikartikel wie etwa Gleitcrème – mit dem Ziel, seiner Ex «Umtriebe und Ärger zu verursachen», wie die Staatsanwaltschaft festhält.