Strafbefehl
Zuger schwänzt Quarantäne nach Ferien in Kroatien und muss zahlen

Ein 31-Jähriger kommt nach einer Woche Ferien nach Hause. Obwohl Kroatien als Risikoland gilt, meldet er sich nicht bei den Behörden. Er erhielt deshalb Post von der Staatsanwaltschaft.

Kilian Küttel
Merken
Drucken
Teilen

Abwechslungsreich war das Wetter in Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens, zwischen dem 1. und 7. Oktober 2020. Klarer Himmel und Sonnenschein, aber auch Regen und Gewitter meldete die Wetterstation am Flughafen in Pleso, gut zehn Kilometer ausserhalb des Stadtzentrums, in diesen Herbsttagen.

Wo genau der 31-jährige Zuger in den Ferien weilte, geht aus dem Strafbefehl nicht hervor, den die Staatsanwaltschaft Zug knapp zwei Monate nach dessen Rückkehr ausstellte. Allerdings steht fest: Der Aufenthalt im Heimatland hat ein kostenintensives Nachspiel für den gebürtigen Kroaten.

1000 Franken Busse

Denn nachdem er am 8. Oktober aus den Ferien zurückkehrt ist, meldet er sich weder bei den Behörden noch geht er in Quarantäne. Das aber hätte er tun müssen, Kroatien gilt zu jener Zeit als Corona-Risikoland. Wegen Widerhandlung gegen das Epidemiegesetz und gegen die Covid-19-Verordnung brummt die Zuger Staatsanwaltschaft dem Fehlbaren 1000 Franken Busse und 300 Franken Polizeigebühr auf.

Gleich viel kostet im Moment ein Doppelzimmer in einem Viersternehotel während der ersten Augustwoche in der kroatischen Feriendestination Split.