Strafbefehl
Zwei Personen drohten Beamten und versuchten abzuhauen – werden nun bestraft

Zwei Sicherheitsassistenten der Zuger Polizei sowie zwei SBB-Transportpolizisten mussten sich einiges anhören und gefallen lassen.

Harry Ziegler
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Zwei Personenkontrollen in Zuger Gemeinden liefen laut Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft schief. Bei der einen Kontrolle wurden zwei Sicherheitsassistenten der Zuger Polizei als Idioten, unmenschlich, Paragrafenreiter, mehrfach als schwul und als Schlampe beschimpft. Dann versuchte der heute 36-jährige Schweizer sich der Kontrolle zu entziehen. Laut Strafbefehl entfernte er sich schnellen Schrittes und missachtete die Aufforderungen, stehen zu bleiben. Die Sicherheitsassistenten versuchten den Mann an seiner Kleidung festzuhalten. Mit der flachen Hand stiess er einen Assistenten gegen die Brust, worauf dieser stürzte und sich leicht verletzte.

Der 36-Jährige setzte danach die Flucht fort, missachtete wiederum mehrfach Aufforderungen zum Stehenbleiben und konnte nach etwa 200 Metern schliesslich von den Sicherheitsassistenten überwältigt werden.

Die Staatsanwaltschaft spricht den Mann schuldig der Hinderung einer Amtshandlung, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie der Beschimpfung. Er wird mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 100 Franken (bei einer Probezeit von drei Jahren) und einer Busse von 800 Franken bestraft.

Trotz Pfeffersprayeinsatz geflüchtet

Der Kontrolle durch SBB-Transportpolizisten entzog sich ein heute 20-jähriger kosovarischer Staatsangehöriger durch Flucht. Die zwei Transportpolizisten wollten in der 1. Klasse, kurz vor Mitternacht, das Ticket des Mannes kontrollieren. Dieser habe sich laut Strafbefehl unkooperativ verhalten und kein Billett für die 1. Klasse vorweisen können. Beim nächsten Zugshalt begleiteten die Transportpolizisten den Mann aus dem Zug, um ihn genauer kontrollieren zu können. Nach dem Aussteigen stiess der 20-Jährige einen Transportpolizisten gegen die Brust. Dieser prallte in die Glastüre eines Wartehäuschens. Zwar setzte der Angegriffene seinen Tränengasspray ein, der Angreifer vermochte jedoch, sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen.

Er wird nun wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 100 Franken (bei einer Probezeit von zwei Jahren) sowie einer Busse von 500 Franken bestraft.

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