STRAFGERICHT: 67 Gewerkschafter boykottieren das Gericht

2002 blockierten Aktivisten das Kieswerk Risi in Cham. Am Mittwoch haben sie den Richter sitzen gelassen.

Drucken
Teilen
Risi AG - hier bei Arbeiten für die Zuger Messe - habe durch die Blockade viel Geld verloren. (Archivbild Martin Heinimann/Neue ZZ)

Risi AG - hier bei Arbeiten für die Zuger Messe - habe durch die Blockade viel Geld verloren. (Archivbild Martin Heinimann/Neue ZZ)

Zur Verhandlung vor dem Einzelrichter wegen Nötigung und Hausfriedensbruchs erschienen lediglich drei Verteidiger und ein Gewerkschaftsvertreter sowie Adrian Risi, Verwaltungsratspräsident des Kies- und Betonwerks der Firma Risi AG mit seinem Anwalt. So schritt Richter Stephan Dalcher zu einer Teilverhandlung.

Er wollte wissen, wieso die Beschuldigten der Verhandlung fernbleiben und was dies für Folgen habe. Die Vorgeschichte: Am 10. Oktober 2002 blockierten Gewerkschaftsaktivisten während rund zehn Stunden die Eingänge zur Firma. Nach der Blockade hatte Risi von einem Ertragsausfall von mehreren 100 000 Franken gesprochen. Er machte dann eine Zivilforderung von 103 000 Franken sowie eine Entschädigung von knapp 40 000 Franken geltend. Stephan Dalcher behielt sich Ordnungsbussen und eine Meldung an die Aufsichtskommission der Rechtsanwälte vor. Nächstes Mal könnte in Abwesenheit der Beschuldigten entschieden werden.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.