STRAFGERICHT: Freispruch – zu vieles war unklar

Fuhr der damals stark alkoholisierte 26-jährige Mann im April 2005 selber oder liess er sich chauffieren? Das war die zentrale Frage, die die Zuger Strafrichterin Svea Anlauf am Donnerstag zu klären hatte.

Drucken
Teilen

Letztlich kam die Richterin zur Erkenntnis: «Der Beweis ist nicht zweifelsfrei erbracht worden, dass der Mann beim Vorfall vor drei Jahren selber gefahren ist.» Und unter dieser Voraussetzung müsse sie den Beschuldigten deshalb freisprechen.

Die Richterin hatte sich den Entscheid nicht leicht gemacht. Hakte bei der Befragung immer wieder nach und liess auch noch die zwei Polizisten antreten, die den Beschuldigten vor drei Jahren kontrolliert hatten. Und Anlauf wunderte sich hinterher, dass der Verteidiger des Beschuldigten über den kompletteren Aktensatz verfügte als sie selber. Der am meisten gehörte Satz in der Verhandlung war dabei: «Ich kann mich nicht mehr erinnern.» Geäussert wurde der Satz vom Beschuldigten wie auch von den vorgeladenen Polizisten.

Mehr zu diesem «Puzzle mit Lücken» in der Neuen ZZ vom Ostersamstag.

mo.