STRAFGERICHT: Liebeskummer entfachte die Glut

Er hat in Cham Feuer gelegt und 18 Menschen in Lebensgefahr gebracht. Das habe er nicht gewollt, sagt der Beschuldigte.

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Die Liste der Straftaten, wegen denen sich der junge Luzerner vor dem Zuger Strafgericht verantworten muss, ist lang. Brandstiftung in zwei Fällen, Nötigung, Drohung, Sachbeschädigung, Diebstahl und noch einiges mehr.

Zu einer Katastrophe ist es im Oktober 2006 gekommen. Nach einem Streit zündet der 20-Jährige mit dem Feuerzeug den Kleiderschrank in der Wohnung seiner Freundin an. Dann geht er in die Küche und trinkt seelenruhig einen Kaffee. Dass sich das Feuer im Chamer Mehrfamilienhaus schnell ausbreiten würde, damit will er Mann nicht gerechnet haben, steigt ins Auto und fährt davon - ohne die Polizei anzurufen. Die Folge: 18 Bewohner müssen evakuiert werden, es entsteht ein Schaden von über 130'000 Franken.

Der Alkohol ist ein steter Begleiter des heute 20-Jährigen. Schon mit 15 Jahren trinkt er oft und zu viel. Da der behandelnde Arzt in den Ferien ist, wird die Verhandlung vertagt. Der Staatsanwalt fordert eine Freiheitsstrafe, flankiert durch eine ambulante Therapie.

Nelly Keune

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.