STRAFGERICHT: Messerstecher muss 18 Monate ins Gefängnis

Mit einem Messer stach ein Afrikaner dreimal auf einen Iraker ein. Nur mit Glück überlebte das Opfer. Jetzt erhält der Täter die Quittung.

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Eine Wildwestszene spielte sich vor einem Jahr nach Mitternacht in einem ZVB-Bus an der Bushaltestelle Landis + Gyr in Zug ab: Ein damals 21-jähriger, kräftig gebauter Asylbewerber aus dem Irak stieg in den Bus und versetzte einem zuvorderst sitzenden Nigerianer grundlos einen heftigen Schlag ins Gesicht. Der Schwarzafrikaner zog sein Sackmesser und ging auf den Iraker los. Mindestens dreimal stiess er mit der grossen Klinge auf das Opfer ein.

Das Strafgericht folgte den Anträgen des Staatsanwalts und verurteilte den Beschuldigten, der auch während der Verhandlung Fussfesseln tragen musste, zu drei Jahren Freiheitsstrafe (abzüglich 139 Tage Haft) – davon muss er 18 Monate absitzen, was das Maximum ist. «Nur durch Zufall wurde das Opfer nicht schwer verletzt oder gar getötet», sagte Strafrichter Marc Siegwart. Dem Opfer wurde eine Genugtuung von 2000 Franken zugesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.