STRAFGERICHT: Rentner soll sich an Bub vergriffen haben

Einen Monat sass der pädophile Rentner in U-Haft. Dann wurde er nach Hause entlassen – mit Auflagen.

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Das Gerichtsgebäude in Zug. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Das Gerichtsgebäude in Zug. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Wegen sexuellen Übergriffen in rund 40 Fällen steht ein 74-jähriger Zuger vor Gericht. Sein mehrfaches Opfer, ein 6-jähriger Bub, soll er während mehr als einem Jahr regelmässig angefasst und zu oralen Praktiken überredet haben.

Der Rentner, der dem Buben einmal wöchentlich Musikunterricht erteilt hatte, bestreitet dies. Er gibt hingegen zu, seinen Schützling nackt fotografiert zu haben. Das sei aber mit dessen Einverständnis passiert. Bei der Hausdurchsuchung im Verlauf der Ermittlungen fanden die Polizisten nicht nur Bilder des Jungen, sondern auch harte Pornografie: Darstellungen von Sex mit Kindern und Tieren sowie Exkremente.

Die Staatsanwaltschaft fordert 30 Monate Freiheitsstrafe sowie eine ambulante Behandlung, der Verteidiger teilweisen Freispruch und eine Geldstrafe über 120 Tagessätze in einer Höhe, die das Gericht festlegen soll. Noch steht ein Glaubwürdigkeitsgutachten zu den Aussagen des Jungen aus, das die Verteidigung forderte. Sobald es vorliegt, will das Gericht urteilen.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.