Straftaten im Kanton Zug nehmen leicht zu

Insgesamt wurden im Kanton Zug im vergangenen Jahr 8379 Straftaten verübt. Das sind 158 mehr als noch 2010. Zugenommen haben insbesondere die Vermögens- und Sexualdelikte. Delikte gegen Leib und Leben nahmen dagegen ab.

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Polizisten der Zuger Polizei vor der Bossard Arena. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Polizisten der Zuger Polizei vor der Bossard Arena. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Seit dem Jahr 2008 sind die Straftaten im Kanton Zug steigend. Wie es in einer Mitteilung der Strafverfolgungsbehörden zur Kriminalstatistik heisst, wurden 2011 insgesamt 8379 Straftaten verübt. Ein Jahr zuvor waren es noch 158 Delikte weniger. Die Aufklärungsquoten des Kantons Zug liegt in etwa im gesamtschweizerischen Durchschnitt bei 27 Prozent. Zum Vorjahr ist dies eine Verschlechterung um 18 Prozent. Ein Grund liegt in der Zunahme der Vermögensdelikte, bei denen lediglich 16 Prozent aufgeklärt werden konnten.

Mehr Einbrüche im privaten Bereich

Zugenommen haben die Vermögensdelikte von 4625 im Jahr 2010 auf 4888 im vergangenen Jahr. Dabei nahmen die Einbruchdiebstähle insgesamt zwar um 8,3 Prozent ab, zugenommen haben aber die Einbruchdiebstähle im privaten Bereich um 25,3 Prozent auf 297 (237) Tatbestände. Auch die Fahrzeugaufbrüche stiegen deutlich von 139 auf 209.

Die Sexualdelikte sind im Jahre 2011 um 7,5 Prozent auf 86 Delikte angestiegen. Besonders im Bereich sexuelle Nötigung und sexuelle Belästigung gab es Anstiege. Die sexuellen Handlungen mit Kindern sind jedoch leicht gesunken.

Weniger schwere Körperverletzungen

Mit 432 (445) sind die Delikte gegen Leib und Leben zurückgegangen. Am markantesten ist der Rückgang mit 66 Prozent bei den schweren Körperverletzungen von 15 auf 5. Fälle von einfacher Körperverletzung nahmen dagegen von 105 auf 119 zu. 93 Prozent aller Leib und Leben-Delikte konnten aufgeklärt werden, so auch zwei versuchte Tötungsdelikte. Zudem gab es weniger Beschuldigte im Bereich Leib und Leben. Das heisst, insgesamt haben weniger Personen mehr Straftaten begangen.

Mehr internationale Gesuche

Die zunehmende Tendenz der Ermittlungen ausländischer Strafverfolgungsbehörden gegen Personen oder Firmen im Kanton Zug setzte sich 2011 weiter fort. Insgesamt wurden 367 (345) nationale und internationale Rechts- und Amtshilfeersuchen erledigt. Die internationalen Ersuche haben mit 173 (157) zugenommen.

pd/bep