STRAFVOLLZUG: Zug führt Fussfesseln bei Jugendlichen ein

Als erster Kanton der Schweiz hat Zug definitiv die elektronische Überwachung bei straffälligen Jugendlichen eingeführt. Dabei stützt man sich auf Resultate aus Basel.

Stephanie Hess
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Ein kleiner Apparat am Fuss meldet via GPS den Aufenthaltsort. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Ein kleiner Apparat am Fuss meldet via GPS den Aufenthaltsort. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

In Basel-Land läuft seit 2004 ein Pilotversuch, bei dem straffällige Jugendliche Fussfesseln tragen. Dieses Electronic Monitoring (EM) soll während eines Verfahrens ihren Lebensradius einschränken und kontrollieren. Ähnliche Pilotprojekte werden in Zürich und St. Gallen durchgeführt.

Während die Staatsanwaltschaften dieser Kantone noch testen, auswerten und analysieren, hat man in Zug hingegen still und leise Electronic Monitoring bei Jugendlichen bereits eingeführt. Seit Mai «hat die Sicherheitsdirektion des Kantons Zug die technischen Voraussetzungen geschaffen, straffällige Jugendliche mit einer Fussfessel zu überwachen», teilt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Strafverfolgungsbehörden, mit. Zum Einsatz ist das System bisher aber noch nicht gekommen, «da es noch keinen geeigneten Fall gegeben hat».

In Zug werde EM zum Beispiel bei einem Hausarrest oder Ausgehverbot zum Einsatz kommen, wie Schlatter sagt. «Allenfalls kann das EM auch zur Vorbereitung einer stationären Massnahme eingesetzt werden.» Also beispielsweise, um die Wartezeit auf einen freien Heimplatz zu überbrücken oder zu umgehen, dass ein Jugendlicher seinen Ausbildungsplatz verliert. «Gefährliche Täter sind vom Electronic Monitoring ausgeschlossen.»

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