Strahlender Tag für kleine Könige

Beim Umzug in Baar für die Kleinen ist vieles anders. Sogar das Wetter steht kopf.

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Viel Spass am Kinderumzug in Baar. (Bild: Maria Schmid/Neue ZZ)

Viel Spass am Kinderumzug in Baar. (Bild: Maria Schmid/Neue ZZ)

Stell Dir vor, es ist Kinderfasnacht, und keine schiessenden Cowboys und hofierende Prinzesschen gehen hin. Kleine Piraten sind ebenso wenig auszumachen wie Mini-Spidermänner. Möglich macht das der Kinderumzug in Baar. An der traditionellen Parade der Kinder – sie wird organisiert von vier Lehrerinnen – verwandeln rund 2200 Schüler die Räbemetropole in ein farbenfrohes Spektakel. Als glitzernde Seifenblasen, farbenfrohe Astronauten, flauschige Schneeflocken, tanzende Schildkröten oder bunte Bücherfresser ziehen die Kinder durch die Strassen bis zur Leihgasse.

Bild: Maria Schmid/Neue ZZ
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Täfeliträger ohne Nummer

Der farbenfrohe Umzug lockt bei strahlendem Sonnenschein Tausende Schaulustige und Hunderte Kinderwägen an den Strassenrand, die wenigsten von ihnen verkleidet. Doch spätestens nach dem Konfettiregen aus den Fernsehkameras der Fröschezunft sind auch sie bunt eingedeckt.

Verpflegungsstände wie die «Drink-Bar» bleiben leer. Klaus Lages «Tausendmal berührt, tausendmal ist nix passiert» dudelt einsam aus den Boxen. Passieren tut an diesem Montagnachmittag neben der Bar trotzdem einiges. Berührt sind die Besucher von den originellen Sujets der Kinder. Ob der Kreativität der Jüngsten scheint sogar den Guggern von Figorowa die Luft wegzubleiben. Anders, als ihr Motto «tierisch wild» vermuten lässt, schränzen und trommeln sie nur ganz leise zwischen den Kindergruppen. Vielleicht möchten sich die schrägen Musiker auch nur für die restlichen zwei Fasnachtstage schonen. Dabei hätte der richtige Rhythmus einigen Täfeliträgern durchaus gutgetan. Dass die kleinen Nummernboys ihre Truppe gefühlte fünf Minuten zu früh und in hundert Meter Distanz ankündigten, sorgte für zusätzliche Belustigung unter dem gut gelaunten Publikum.

Nachwuchs steht bereit

Einige der Kinder am Strassenrand, die noch zu klein sind, um mitzumachen, brennen bereits auf einen Einsatz an der nächsten Fasnacht. So wie Bastian aus Baar, der den vorbeiziehenden Jungtambouren begeistert zuwinkt. «Das will ich auch einmal machen!», ruft er begeistert. Er muss sich aber wahrscheinlich länger als bis zur nächsten Fasnacht gedulden: Der Fünfjährige ist kaum grösser als die geschulterten Trommeln der Tambouren.

Jonathan Furrer / Neue ZZ