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Umfahrung Cham-Hünenberg vor Gericht hängig

Um das Strassenprojekt ist es still geworden. Kantonsräte haben Fragen an die Regierung.
Andrea Muff

Schon gut anderthalb Jahre wurde in Sachen Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH) kein neues Kapitel eröffnet – allerdings auch keines geschlossen. Dies nahmen Ivo Egger (Baar), Esther Haas (Cham) und Hanni Schriber-Neiger (Risch) – alle zur Fraktion der Alternative – die Grünen (ALG) gehörend – zum Anlass, dem Zuger Regierungsrat Fragen betreffend Projektänderungen der Umfahrung Cham-Hünenberg zu stellen. Denn es ist bereits zwölf Jahre her, seit die Zuger Bevölkerung über den Bau der Umfahrung abstimmte.

Die ALG wolle mit der Interpellation erreichen, dass die umweltrechtliche und finanzielle Konformität des Projekts zum Zeitpunkt der Abstimmung im Vergleich zum heutigen Projektstand unter die Lupe genommen werde, heisst es in der Mitteilung zur Interpellation.

Weg an das
Bundesgericht ist offen

Doch warum geht es mit diesem grossen Strassenprojekt nicht weiter? Der Grund ist auf der juristischen Seite zu finden. «Drei Beschwerdeverfahren sind derzeit noch vor dem Verwaltungsgericht hängig», sagt Baudirektor Florian Weber. Der FDP-Regierungsrat weist darauf hin, dass nach dem Entscheid des Verwaltungsgerichts auch noch der Weg ans Bundesgericht offen sei. Die Baudirektion rechne mit einem Entscheid in den nächsten Monaten. «Trotzdem werden wir nach den Sommerferien die Submission der Ingenieurarbeiten für das Detailprojekt und die Realisierungsphase starten», so der Baudirektor weiter. «Damit können wir Zeit gewinnen.»

2018 hat die Regierung die Bewilligung gesprochen

Gegen das Strassenprojekt ist nach der Abstimmung eine Vielzahl von Einsprachen eingegangen. Das Behandeln der 124 Einsprachen und die Landerwerbsverhandlungen haben rund zweieinhalb Jahre Zeit in Anspruch genommen. Als besonderer Knackpunkt gilt das «autoarme Zentrum Cham». Dieses Thema betreffend sind alleine 86 Einsprachen eingegangen. In der Ortschaft soll bekanntlich als flankierende Massnahme ein Verbot der direkten Durchfahrt mit Kameraüberwachung und einer Tempo-30- Zone eingerichtet werden.

Im Januar 2018 hat die Zuger Regierung grünes Licht für das Projekt UCH gegeben. Gegen die Baubewilligung sind nun Beschwerden am Verwaltungsgericht hängig. Dass das Projekt noch angepasst werden soll, verneint Florian Weber. «Das Projekt wird realisiert, wie es bewilligt worden ist. Voraussetzung ist natürlich, dass die dagegen erhobenen Beschwerden abgewiesen werden», erklärt er.

Die Interpellation wurde am 27. Juni dem Regierungsrat zur Beantwortung überwiesen.

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