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STREETHOCKEY: Sie arbeiten am letzten Schliff

Heute beginnt die Weltmeisterschaft in der Stadt Zug. Für OK-­Präsident Maurus Schönen­berger ein schier unglaublicher Moment.
Maurus Schönenberger (rechts) und Markus Waelti nehmen die letzten Installationen an der Bühne vor. (Bild Christian H. Hildebrand)

Maurus Schönenberger (rechts) und Markus Waelti nehmen die letzten Installationen an der Bühne vor. (Bild Christian H. Hildebrand)

Samantha Taylor

Stolz und sichtlich beeindruck blickt Maurus Schönenberger über den Platz vor der Bossard-Arena. «Ich kann es kaum glauben», sagt der Oberwiler. Hinter der Bühne, den Zelten und Ständen, der Hüpfburg und den anderen Attraktionen für Klein und Gross stecken unzählige Stunden Einsatz, die Maurus Schönenberger und sein zwölfköpfiges Team geleistet haben. Und jetzt ist es so weit. Heute Abend wird die Streethockey-Weltmeisterschaft offiziell und feierlich eröffnet (siehe Box). «Ich bin schon etwas angespannt», gesteht der OK-Präsident und erzählt, dass er derzeit kaum noch eine Nacht ruhig geschlafen habe. «Ich bin immer gegen 5 Uhr in der Früh aufgewacht, und da sind mir tausend ­Dinge durch den Kopf gegangen.»

Verständlich. Denn ein solches zehntägiges Grossereignis bedingt einiges an Organisation. Allein für die Gestaltung des Arenaplatzes haben 25 Sattelschlepper Material angeliefert. Die Bossard-Arena wurde vom Hauptsponsor Sika mit einem speziellen Boden ausgestattet. Und es mussten Unterkünfte gesucht werden. Immerhin ist Zug dieser Tage Gastgeber für Teams aus 18 Nationen sowie zahlreiche Besucher. «Vor und während der Weltmeisterschaft sind 250 Arbeiter und 150 Freiwillige im Einsatz. Das ist ein riesiges Aufgebot», sagt Schönenberger.

Selbst kaum geglaubt

Die Idee, die Streethockey-Weltmeisterschaft nach Zug zu holen, ist vor viereinhalb Jahren entstanden. «Wir mussten uns als Oberwil Rebells immer mal wieder den Vorwurf aus der Szene anhören, dass unser Erfolg dem Sport eigentlich nichts bringe», berichtet Maurus Schönenberger. Diese Kritik hat sich der Präsident der Rebells zu Herzen genommen. «Wir dachten, dass eine Weltmeisterschaft in der Schweiz den Sport in den Fokus der Öffentlichkeit rücken könnte», so Schönenberger weiter. Als sie mit einer Delegation nach London gefahren seien, um unter anderem gegen Hongkong in den Wettbewerb um den Austragungsort zu steigen, hätten viele nicht an den Erfolg geglaubt. «Wir wurden belächelt», erinnert sich der Oberwiler. Als sie dann den Zuschlag erhielten, hätten sie es erst selbst kaum glauben können. «Die Freude war riesig, aber uns war auch klar, dass wir jetzt ranmüssen.» Vor allem die Finanzierung hätte ihm Bauchweh gemacht. Der Anlass hat ein ­Budget von 2 Millionen Franken. «Ich hatte Angst, dass wir das Geld nicht zusammenbringen. Das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet», sagt der 40-Jährige heute erleichtert.

Näher zum Breitensport

Dass die Arbeit, die bisher vor allem im Hintergrund getätigt wurde, nun sichtbar wird, freut den OK-Präsidenten. «Ich finde es wahnsinnig toll, dass wir den Zugerinnen und Zugern und allen Besuchern jetzt zeigen können, wofür wir so lange geschuftet haben.» Er sei in den vergangenen Tagen Dutzende von Kilometern über den Arenaplatz marschiert und habe zugesehen, wie das Festdorf langsam entstanden sei. «Da hab ich schon manchmal Gänsehaut bekommen», erzählt der Vater von zwei Töchtern.

Schönenberger hofft, dass das auch anderen so geht und sich der Einsatz auszahlt. «Wir haben ein riesiges Rahmenprogramm auf die Beine gestellt», berichtet der OK-Chef. «Wir wollen, dass der Arenaplatz in zu einem Ort der Begegnung wird, und zwar für Klein und Gross.» Daneben soll aber auch den Sportlern Respekt gezollt werden. «Es wird viele spannende Spiele geben, und man kann sich Sport auf Topniveau live und gratis anschauen.» Er hoffe, dass zahlreiche Besucher vom Angebot Gebrauch machen. Schönenberger: «Wenn es uns in diesen Tagen gelingt, Streethockey nur ein klitzekleines bisschen mehr zum Breitensport zu machen, dann bin ich vollends glücklich.»

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