Der Tierschutzverein Zug feiert mit einem Tag der offenen Tür

Der Tierschutzverein Zug feiert das 70-Jahr-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür im Tierheim. Trotz unfreundlichem Wetter war der Andrang gross.

Sabina South
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Der Tierschutzverein Zug feiert das 70-jährige Bestehen im Tierheim Allenwinden. (Bild: Maria Schmid (Allenwinden, 1. September 2018))
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Die Schafe freuten sich über den Besuch. (Bild: Maria Schmid (Allenwinden, 1. September 2018))
Und auch die Hunde liessen sich gerne streicheln. (Bild: Maria Schmid (Allenwinden, 1. September 2018))
Kinder konnten sich am Tag der offenen Tür auch schminken lassen. (Bild: Maria Schmid (Allenwinden, 1. September 2018))
Zahlreiche Informationsstände säumten den Weg zum Tierheim. (Bild: Maria Schmid (Allenwinden, 1. September 2018))

Der Tierschutzverein Zug feiert das 70-jährige Bestehen im Tierheim Allenwinden. (Bild: Maria Schmid (Allenwinden, 1. September 2018))

Pudelnass blökten die Schafe im Gehege des Streichelzoos. Der grosse Mischlingshund schüttelte sich immer wieder den Regen vom Fell. Die Kaninchen und Landschildkröten liessen sich vom ungemütlichen Wetter ebenso wenig stören, wie die Kinder in Regenjacken und Gummistiefeln. Es wurde gestreichelt, gefüttert und gestaunt. Trotz unfreundlichem Wetter fanden über 200 Besucher den Weg zum Tierheim Allenwinden und feierten mit dem Tierschutzverein Zug (TSV Zug) Tag der offenen Tür. «Zum 70-Jahr-Jubiläum des Tierschutzvereins Zug zeigt sich das Tierheim Allenwinden der Öffentlichkeit», sagte Marie Maynard. Seit zwei Jahren ist die gebürtige Holländerin aus Hünenberg Vorstandsmitglied beim TSV Zug. «Dieser Anlass ist eine Chance uns bei den freiwilligen Helfern, Mitgliedern des Tierschutzvereins und bei allen, die uns unterstützen, zu bedanken.»

Bei einem freien Rundgang durch die Räumlichkeiten des Tierheims konnten sich die Gäste selbst ein Bild davon machen, wie die Findlinge und tierischen Ferienaufenthalter leben. Rund 30 Kleintiere hausen zurzeit temporär auf der Tierstation. Nebst einem Hamster, einer Gruppe Degus, Zwergkaninchen und Landschildkröten, sind es vorwiegend Katzen, die hier auf eine Neuplatzierung warten. «Im Durchschnitt bleiben die Katzen nur 49 Tage im Tierheim, bis ein geeignetes Zuhause gefunden wird und die Tiere adoptiert werden», erklärte Maynard. Grund der hohen Erfolgsquote ist unter anderem die heimeigene kleine Tierarztpraxis, in der Kastrationen, Tests und Wundbehandlungen durchgeführt werden. Wöchentlich besucht Tierärztin Sabine Frank ihre Schützlinge und sorgt dafür, dass die Tiere sauber und gesund an ihre neuen Besitzer abgegeben werden. Am Samstag war sie vor Ort und beantwortete während einer Sprechstunde Fragen von Besuchern.

«Der Tag der offenen Tür soll ebenfalls dazu dienen, die Bevölkerung zu informieren, in gewisser Weise aufzuklären», sagte Maynard. Infostände zäumten den Weg zum Tierheim. Hier konnte man sich über die Fledermaushilfe Zug, Wildbienen und Partner, Therapiereiten und Kaninchenhilfe Schweiz informieren. «Besonders stolz sind wir darauf, dass OceanCare aus Wädenswil heute bei uns ist und am Nachmittag einen Vortrag über ihre Forschungs- und Schutzprojekte, Kampagnen und Umweltbildung hält.»

Geht es ums Wohl der Tiere, kennt der TSV Zug keine Grenzen: Auf der Igelstation im Tierheim wird derzeit der zwei Wochen alte Findling «Sonic» aufgezogen und gepflegt. «Wenn immer möglich erfolgt später die Auswilderung am ursprünglichen Fundort des Tieres», so Maynard.

Besucher sind beeindruckt

Besucherin Sheila Geisser aus Unterägeri sagte: «Was hier im Tierheim alles geleistet wird, ist schon toll. Ich bin beeindruckt, dass es schon seit 70 Jahren existiert und dass ich heute alles einmal von innen betrachten darf.» Kaylah Mitchel aus Zug hingegen blieb lieber draussen im Regen: «Mir gefällt es, die Esel zu füttern und die Schafe zu streicheln», so die 11-jährige aus Zug. Ihre Freundinnen liessen sich unterdessen die Gesichter schminken und bedienten sich danach am überdachten Kuchenbuffet. Und dann wurde weiter gestreichelt, gefüttert und gestaunt.