Streithähne werden aus Verein ausgeschlossen

Nach der Schlägerei auf dem Fussballplatz hat der Vorstand des FC Rotkreuz drastische Massnahmen ergriffen. Alle beteiligten Spieler werden vom FCR ausgeschlossen.

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Für die am Vorfall unbeteiligten FCR-Spieler soll der Ball bald wieder rollen. Themenbild. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Für die am Vorfall unbeteiligten FCR-Spieler soll der Ball bald wieder rollen. Themenbild. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Der Vorstand des Fussballvereins hat am Donnerstagabend in einer mehrstündigen Sitzung eine harte Entscheidung getroffen. «Die Spieler der zweiten Mannschaft, die an der Schlägerei beim letzten Heimspiel beteiligt waren, werden per sofortiger Wirkung aus dem Verein ausgeschlossen», teilt Claudio Carbone mit, Präsident des FC Rotkreuz. Wie viele der Spieler aus der Mannschaft, in der die meisten einen Migrationshintergrund haben, von dieser Entscheidung betroffen sind, will er nicht verraten. Auch will er nichts dazu sagen, ob der FC Rotkreuz nun bereits Anzeige gegen unbekannt im Publikum erstattet hat.

Bekanntlich ist es vergangenes Wochenende auf dem Sportpark Dorfmatt zu einer Schlägerei gekommen, in die Spieler des heimischen Clubs als auch das Publikum verwickelt waren.

Der laufende Sportbetrieb ist durch den Ausschluss der betroffenen Spieler nicht gefährdet. Die zweite Mannschaft tritt am Samstag wie geplant auswärts gegen den FC Altdorf an. Es sind offenbar noch genügend Spieler im Kader vorhanden.

Vom Innerschweizerischen Fussballverband (IFV) gibt es noch keine offizielle Reaktion auf den Vorfall beim Viertliga-Spiel zwischen FC Rotkreuz II und dem SC Steinhausen, das nach den Prügeleien zwischen Rotkreuzer Spielern und dem Publikum nach der ersten Halbzeit abgebrochen wurde. Steinhausen führte zu diesem Zeitpunkt mit 1:0. Vor Donnerstag wird laut IFV kein Entscheid erwartet, denn noch immer seien nicht alle Rapporte über das Spiel beim Verband eingetroffen.

Wolfgang Holz

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