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Oberägeri: Stricken gegen das Vergessen

In der Schweiz leben 148 000 Menschen mit Demenz – im Alltag oftmals unsichtbar. Im Zentrum Breiten in Oberägeri wird diesen Monat gegen das Vergessen gestrickt.
Vanessa Varisco
Die Aktion «Stricken gegen das Vergessen» im Zentrum Breiten findet grossen Anklang. (Bild: Maria Schmid (Oberägeri, 8. November 2018))

Die Aktion «Stricken gegen das Vergessen» im Zentrum Breiten findet grossen Anklang. (Bild: Maria Schmid (Oberägeri, 8. November 2018))

«Auf die Plätze, fertig, an die Stricknadeln!», lautet das Motto dienstags und donnerstags während zwei Stunden im Zentrum Breiten. Alle Interessierten sind dann eingeladen, einen Cupholder aus Wolle anzufertigen und ihn zu spenden. Das Zentrum Breiten beteiligt sich damit an der Aktion «Stricken gegen das Vergessen» von Pro Senectute, die damit die Gesellschaft auf das Thema Demenz sensibilisieren will. «Eine tolle Aktion, an welcher wir uns natürlich gerne beteiligen», berichtet Beatrice Rogger, welche die Gesamtleitung des Zentrums innehat.

Bereits zwei Mal hat der Anlass stattgefunden und immer mehr begeisterte Stricker angelockt, wie die Leiterin ausführt. Während am ersten Anlass nur zwei Stricker vor Ort gewesen seien, waren es am Donnerstag bereits deren acht.

Es entstehen wertvolle Begegnungen

«Gemeinsam sitzen die Besucher wie auch Leute aus dem Heim beieinander, stricken und plaudern», berichtet sie. Dazu werde Kaffee und Kuchen serviert, sodass die Stimmung gemütlich für alle sei. Das Stricken sei zudem Gelegenheit, gemütlich beieinanderzusitzen und für die Bewohner eine gute Möglichkeit, Kontakte aufrecht zu erhalten. «Jene, die nicht mehr gut zu Fuss sind und vielleicht weniger im Dorf unterwegs werden so auf dem Laufenden gehalten», berichtet sie. So entstünden wertvolle Begegnungen für Besucher wie auch für die Bewohner der Breiten.

Und auch die Strickkünste liessen nicht zu wünschen übrig. «Inzwischen haben wir einen ganzen Plastiksack mit gestrickten Cupholdern», freut sich die Leiterin und ergänzt: «Dabei werden die Besucher auch richtig kreativ und wagen sich an verschiedene Muster.» Die Wolle ebenso wie die Nadeln werden zur Verfügung gestellt. «Aber jemand hat auch bündelweise übrig gebliebene Wolle mitgebracht», schildert Rogger. Das sei auch willkommen. Ausserdem dürfen gerne die Nadelspiele Nummer 3 bis 5 mitgebracht werden. Bis zum 6. Dezember können die gestrickten Cupholder Pro Senectute zugesendet werden. Sie werden ab dem 22. Januar in Bäckereien und Confiserien der ganzen Schweiz erhältlich sein.

Hinweis

Bis zum 29. November 2018 findet das Stricken jeweils am Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr im Bistro statt. Der Bus vom Zentrum Breiten holt Besucher auch gerne ab, wenn sie in der Gemeinde Oberägeri wohnen. Bestellung der Busfahrt unter 041 754 76 00.

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