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STROMMARKT: Zuger Strom wird nächstes Jahr teurer

Noch sind sie nicht in Kraft, aber schon ziemlich sicher. Die Abgaben für erneuerbare Energien, die der Bundesrat beschliessen wird, dürften zu einem happigen Anstieg des Strompreises führen.
Die WWZ rechnen mit einer Erhöhung des Netzzuschlags. (Symbolbild ZZ)

Die WWZ rechnen mit einer Erhöhung des Netzzuschlags. (Symbolbild ZZ)

Im kommenden Jahr steigt der Strompreis für Privat- und Gewerbekunden voraussichtlich um durchschnittlich 5,1 Prozent, wie die Wasserwerke Zug (WWZ) melden. Hauptgrund seien die höheren, vom Bundesrat allerdings noch festzulegenden Abgaben für erneuerbare Energien. Ohne diesen Zuschlag würde der Strompreis lediglich um 0,9 Prozent steigen. Der Erdgastarif bleibt gemäss WWZ-Mitteilung unverändert.

Der Strompreis setzt sich aus einem Energietarif und einem Netztarif zusammen. Hinzu kommen die öffentlichen Abgaben für konzessionsvertragliche Leistungen der WWZ an die Gemeinden «sowie für den vom Bundesrat festzulegenden Netzzuschlag zur Förderung unter anderem der erneuerbaren Energien, der Grosswasserkraftwerke sowie der Forschung und des Gewässerschutzes», so die WWZ.

Senkung der Energietarife, dennoch höherer Preis

Die WWZ senken 2018 trotz steigender Marktpreise die Energietarife beim Strom leicht. Möglich macht dies das diversifizierte Beschaffungsportfolio des Unternehmens, heisst es in der Mitteilung weiter.

Bei den Netztarifen stehen höhere Kosten bei den eigenen Netzen (Erneuerung Unterwerke

Altgass und Herti) tieferen Systemdienstleistungstarifen (SDL) gegenüber. Letztere werden von der Swissgrid für den Betrieb des nationalen Übertragungsnetzes erhoben (neu 0,32 statt 0,40 Rappen/kWh). Insgesamt steigen die Netztarife 2018 leicht an.

Netzzuschlag ist der Preistreiber

Bei den öffentlichen Abgaben steigt der Netzzuschlag voraussichtlich von 1,50 auf 2,30 Rappen/kWh und ist der eigentliche Preistreiber für 2018. Die definitive Höhe des Zuschlags legt der Bundesrat im Rahmen der Umsetzungsmassnahmen für die Energiestrategie 2050 erst im 4. Quartal dieses Jahres fest.

«In der Summe steigt der Strompreis für WWZ-Privat- und Gewerbekunden im nächsten Jahr voraussichtlich um durchschnittlich 5,1 Prozent, wobei die Preisänderung je nach Verbrauchsmenge und -charakteristik unterschiedlich ausfällt», schreiben die WWZ in der Mitteilung weiter.

Regionaler Sonnenstrom wird günstiger

Eine Ausnahme bildet der WWZ-Sonnenstrom, der mehr als 4 Prozent günstiger wird (siehe Box). Grund sind die gesun­kenen Preise für Fotovoltaik­anlagen sowie tiefere Rücklie­fertarife der WWZ an die Solarstromproduzenten für überschüssige Eigenproduktion.

Die Erdgaspreise bleiben unverändert und beinhalten den seit dem 1. Januar 2016 gültigen Rabatt auf den Arbeitspreis in Höhe von 25 Prozent. (red)

Hinweis: Der Artikel wurde angepasst und umgeschrieben

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