Leserbrief

Strompreise werden von der ElCom überwacht

«WWZ soll über die Bücher gehen», Leserbrief in der «Zuger Zeitung» vom 15. November

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In seinem Leserbrief stellt Hans-Rudolf Iten-Hartmann die Strompreisgestaltung von WWZ in Frage – und verlangt gar die Abschaffung des «Netzaufschlags». Zugegeben, es gibt Rechnungen, die sind einfacher zu lesen als die Stromrechnung: Diese setzt sich zusammen aus einem Preis für die gelieferte Energiemenge im Hochtarif und im Niedertarif, einem Preis für die Benutzung des Stromnetzes sowie aus Bundesabgaben und Abgaben an das Gemeinwesen. Diese Preiskomponenten sind im Stromversorgungsgesetz vorgegeben und werden von der Regulierungsbehörde im Strombereich, der Elektrizitätskommission ElCom, überwacht – für alle der rund 600 Schweizer Elektrizitätsversorgungsunternehmen.

Herr Iten-Hartmann hat recht, wenn er schreibt, dass die Bundesabgaben beim Strom in den letzten Jahren zugenommen haben. Diese Abgaben verrechnen wir im Auftrag des Bundes und geben sie eins zu eins weiter. Sie werden unter anderem für die Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und für die ökologische Sanierung der Wasserkraft eingesetzt. Damit tragen alle Stromkonsumentinnen und -konsumenten – Private wie Industrie – zum Umbau der schweizerischen Energielandschaft bei. Falsch hingegen ist seine Beurteilung, dass unsere Stromnetze längst gebaut und abgeschrieben seien, und der Netznutzungstarif deshalb auf der WWZ-Stromrechnung abgeschafft gehöre. Das WWZ-Stromnetz ist nicht abgeschrieben, auch haben wir unsere Netze nie künstlich aufgewertet. Vielmehr investieren wir laufend in diese Versorgungsinfrastrukturen, so beispielsweise im Rahmen unseres vor kurzem gestarteten Projekts zur Verkabelung der Freileitung zwischen Walchwil und dem Zugerberg, oder der Neubau des Unterwerks Herti an der Nordstrasse in Zug vor vier Jahren.

Robert Watts, Leiter Kommunikation, WWZ Energie AG, Zug