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STUDIE: Zuger Wirtschaft ist überdurchschnittlich produktiv

Der Kanton Zug weist im Schweizer Vergleich eine überdurchschnittliche Produktivität auf. Das gilt vor allem für den Handel und die Investitionsgüterindustrie, wie eine Auswertung der Statistik der Unternehmensstruktur 2012 des Bundesamtes für Statistik (BFS) durch Bakbasel zeigt.
Blick auf die Stadt Zug. (Bild: Stefan kaiser/Neue ZZ)

Blick auf die Stadt Zug. (Bild: Stefan kaiser/Neue ZZ)

Gemäss der Studie sind im Kanton Zug insgesamt 103'270 Menschen beschäftigt, die entspricht 81'784 Vollzeitstellen. Die Beschäftigten sind in total 17'012 Arbeitsstätten tätig. Der Grossteil der Arbeitsstätten (86,9 Prozent) ist im Dienstleistungssektor (tertiärer Sektor) angesiedelt. Mit 77,5 Prozent aller Beschäftigten weist der Kanton Zug in diesem Sektor denn auch einen etwas höheren Wert auf als der Schweizer Durchschnitt (74,5 Prozent). Der Gewerbe- und Industriesektor (sekundärer Sektor) ist mit 20,7 Prozent nur minim kleiner als der Schweizer Durchschnitt (22,2 Prozent). Lediglich 1,8 Prozent der Zuger Beschäftigten sind im Land- und Forstwirtschaftssektor (primärer Sektor) beschäftigt, während es in der Schweiz anteilsmässig fast doppelt so viele sind 3,4 Prozent.

Zuger Branchenstruktur näher an urbanen Zentren

Die Branchenstruktur des Kantons Zug liegt zwischen den Polen der Stadtkantone und der ländlichen Kantone, ist aber insgesamt näher an urbanen Zentren wie Zürich, Genf und Basel- Stadt. Im Kanton Zug hat eine Betriebsstätte durchschnittlich vier eschäftigte (Vollzeit), was ungefähr dem Schweizer Durchschnitt entspricht. Hingegen gibt es im Kanton Zug anteilsmässig rund doppelt so viele Aktiengesellschaften und signifikant mehr GmbH als in der übrigen Schweiz.

Handel am bedeutendsten

Die bedeutendste Branche im Kanton Zug ist der Handel, gefolgt von den unternehmensbezogenen Dienstleistungen, der öffentlichen Verwaltung und Erziehung sowie der Investitionsgüterindustrie. Im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt hat die öffentliche Verwaltung und Erziehung des Kantons Zug allerdings wenig Beschäftigte; die anderen erwähnten Branchen dagegen einen überdurchschnittlich hohen Anteil.

Mit der neuen Studie sind erstmals auch Aussagen über die Produktivität von einzelnen Sektoren möglich. Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel stellt fest: «Insgesamt weist der Kanton Zug eine überdurchschnittliche Produktivität aus. Vor allem der Industrie- und Gewerbesektor sowie der Dienstleistungssektor sind sehr produktiv.» In den für den Kanton Zug wichtigen Branchen ist die Produktivität mehrheitlich sehr gross, wodurch sich deren Bedeutung für die Zuger Wirtschaft weiter verstärkt.

Heterogener Kanton Zug

Die Gemeinden des Kantons Zug sind sehr heterogen bezüglich Betriebsgrösse, Rechtsform oder Branchenspezialisierung. Rund 60 Prozent aller Beschäftigten im Kanton Zug arbeiten in den Gemeinden Zug und Baar. In kleineren Gemeinden ist der Anteil des primären Sektors deutlich höher als im kantonalen Durchschnitt und die Beschäftigten haben in der Tendenz kleinere Pensen als in den grossen Gemeinden. Zudem ist auch die Branchenspezialisierung in kleineren Gemeinden tendenziell ausgeprägter.

pd/zim

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