Studierende der PH Zug unterstützen Primarschüler beim Fernunterricht

Der Fernunterricht bietet für Schülerinnen und Schüler unterschiedlich grosse Herausforderungen. Deshalb lanciert die Pädagogische Hochschule Zug das Projekt «Chancen trotz Corona».

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(haz) Der aktuelle Fernunterricht birgt die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche, die zuhause aus unterschiedlichen Gründen wenig Unterstützung erhalten, stark benachteiligt werden, teilt die Pädagogische Hochschule Zug mit. Das Institut für internationale Zusammenarbeit in Bildungsfragen (IZB) der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) will den sich vergrössernden Bildungsunterschieden zwischen den Schülerinnen und Schülern entgegenwirken und startet deshalb ab dem 20. April das Projekt «Chancen trotz Corona».

«Chancen trotz Corona»

(haz) Das Projekt «Chancen trotz Corona» wird vom Institut für internationale Zusammenarbeit in Bildungsfragen (IZB) der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) lanciert und finanziell von der Stiftung Mercator Schweiz unterstützt. Studierende der PH Zug begleiten Schülerinnen und Schüler, die zuhause aus unterschiedlichen Gründen wenig Unterstützung beim Lernprozess erhalten. Die Kinder werden ihren Bedürfnissen entsprechend unterstützt – während sowie auch nach der Zeit des Fernunterrichtes. Den Studierenden stehen während ihres Engagements Dozierende des IZB beratend zur Seite. Das Projekt ist für die Zeitdauer vom 20. April bis 3. Juli  geplant und es wird aktuell geprüft, ob für das Engagement auch Studierende der PH Luzern involviert werden können.

Studierende der PH Zug unterstützen laut Medienmitteilung der PH Zug ab den Frühlingsferien Primarschülerinnen und -schüler beim Lernprozess – während und auch nach dem Fernunterricht. «Wir stehen im direkten Kontakt mit Zuger Schulen, die uns entsprechende Kontakte zu Schülerinnen und Schülern mit Unterstützungsbedarf vermitteln», erklärt Carola Mantel, Leiterin des IZB. In Absprache mit der Lehrperson begleiten die Studierenden die Kinder dann ihren Bedürfnissen entsprechend. Dies kann bei der Vermittlung von konkretem Schulstoff sein oder bei technischen Schwierigkeiten aber auch auf emotionaler Ebene wie z. B. beim Fördern der Lernmotivation. Die Unterstützung soll über digitale Kanäle oder in Gesprächen unter Einhaltung der Vorgaben des Bundes zur Eindämmung des Coronavirus stattfinden. «Durch ihre fundierte pädagogische Ausbildung sind die Studierenden bestens auf dieses Engagement vorbereitet», ist Carola Mantel überzeugt.

Unabhängig davon, ob im Kanton Zug der reguläre Unterricht am 27. April wieder aufgenommen werden kann oder nicht, soll «Chancen trotz Corona» voraussichtlich bis zu den Sommerferien andauern. «Wenn der Präsenzunterricht wieder startet, werden sich die unterschiedlichen Lern-stände erst richtig zeigen», befürchtet Carola Mantel. «Mit unserem Projekt wollen wir die Schülerinnen und Schüler auch in der Zeit nach dem Fernunterricht beim Aufarbeiten von Defiziten unterstützen und begleiten.»