SUBVENTIONEN: Zuger Bauern verunsichert

Was ändert sich für Zuger Bauern? So mancher Landwirt, der beim Bauerntag Details über die neue Agrarpolitik erfahren hat, blickt skeptisch in die Zukunft.

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Gemäss der neuen Agrarpolitik erhalten auch Zuger Landwirte keine rein tierbezogenen Subventionen mehr. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Gemäss der neuen Agrarpolitik erhalten auch Zuger Landwirte keine rein tierbezogenen Subventionen mehr. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

wh. Auch für Zuger Landwirte wird sich in Zukunft einiges ändern. Wie Roger Bisig, Leiter des kantonalen Landwirtschaftsamtes, bestätigt, gibt es eben künftig keine Direktzahlungen mehr für Tiere, die ein Bauer auf seinem Hof hält. «In Zukunft sind die Bezugsgrössen für landwirtschaftliche Fördergelder an die Fläche gebunden.» Beziehungsweise daran, was der einzelne Bauer daraus macht. Denn die Agrarpolitik 2014-2017 fordert von den Bauern den Spagat, einerseits ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Andererseits soll der Zuger Landwirt der Zukunft ressourcenschonender, kostenbewusster und vor allem ökologischer produzieren.

«Die Beiträge fliessen nun eben nicht mehr einfach so, sondern der Bauer muss überlegen, auf welche Projekte er setzen will», sagt Bisig. Beispielsweise auf Biodiversität, Kulturlandschaftspflege, besonders umwelt- und tierfreundliche Produktionsformen oder extensiveren Ackerbau. Gleichzeitig soll die Versorgungssicherheit garantiert sein – auch bei Nahrungsmitteln, die sich nicht spielend auf dem Markt verkaufen lassen. Bisig geht davon aus, dass durch diese neue Agrarpolitik des Bundes etwa 10 Prozent weniger Subventionen an Zuger Bauern ausbezahlt wird. «Im Einzelfall kann es auch schwerere Konsequenzen haben. Landwirte müssen ihren Betrieb eben neu durchdenken.»