Süsses und Saures für die Zuschauer

Beim Umzug in Walchwil sind rekordverdächtig viele durch die Gemeinde gezogen. Mit Spott wurde dabei nicht gespart.

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Der «Waldbrueder» der Arther Holzmaskengruppe Ur-Art. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der «Waldbrueder» der Arther Holzmaskengruppe Ur-Art. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Pünktlich um 14 Uhr ertönte in der Zuger Seegemeinde der Urknall. Die Gruppen starteten beim Bahnhof, wanderten zum See und weiter Richtung Arth zum Lido. Dort machte die bunte Karawane kehrt und beendete das Spektakel auf dem Schulhausplatz. Der starke Schneefall störte die Teilnehmer keineswegs: «Mir gefiel der Umzug, es hat viele Leute, und alle sind verkleidet. Einzig die kalten Füsse waren mühsam », erzählt die 10-jährige Schülerin Noémie Brandt. Die verteilten Süssigkeiten, Orangen und die warmen Getränke mit Schuss waren bei den zahlreich erschienenen Zuschauern willkommene Wettertrösterli.

Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ
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Viele Nummern, wenig Guggen

Die Anführer des Umzugs waren die Chestänärigler – die Walchwiler Guggemusig – dieses Jahr in Schottenröcken nach dem Motto «Chilli-Schottä, Kult im Kilt». Nach dem Heimspiel der Rigler kamen nur noch zwei weitere Guggen aus Arth und Schwarzenbach zum Einsatz. Mehr Musik hätte dem eineinhalb Stunden dauernden Festzug gut getan, denn zwischen den lauten Nummern wurde die Stimmung ein wenig flau. Die Vereine und Schulklassen haben sich kreativ ins Zeug gelegt.

Die Mondlandung der Mittelstufe und die Furcht einflössenden Vampire der Oberstufe machten dem Publikum Eindruck. Die rege Bautätigkeit an der Riviera und die Dorfgeschichten boten den Gruppen schliesslich ausreichend Stoff für die diesjährige Fasnacht. Die Stammtischdiskussionen über die Nordzufahrt verwendete der Löschzug 3 als Sujet. Sie massen die Strasse aus und markierten bereits die Standorte für die kommenden Bauarbeiten. «Ist die Kirche noch ganz dicht?», fragte man sich dann beim Atemschutz und nahm die Sanierung des Kirchendachs auf die Schippe: «Wotsch d Zyt wüsse uf de Chile, muesch halt uf Arth ufe schile.»

Nur alle drei Jahre

Aber warum findet in Walchwil nur alle drei Jahre ein Umzug statt? Viele Einheimische vermuten einen Zusammenhang mit der Amtszeit der Hudiväter – diese dauert drei Jahre. Andere sind überzeugt, dass man den Aufwand scheut. Monika Fassbind, Geschäftsführerin von Coiffure Moni, sagt: «Man würde nicht genügend Leute finden, die jedes Jahr mitmachen würden.» Darüber kann man nur mutmassen. Dass es in drei Jahren wieder einen farbenprächtigen Umzug durch Zugs Kastaniengemeinde geben wird, ist aber sicher.

Andrea Müller

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