SUIZID: Notruftelefone an Brücken in Betrieb

Als weitere infrastrukturelle Massnahme zur Suizidprävention wurden an den beiden grossen Lorzentobelbrücken Notruftelefone installiert. Die Massnahmen an den Brücken sind im Rahmen einer übergreifenden Strategie des Kantons Zug zu sehen.

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Auf der alten Lozentobelbrücke wurden Eisenzäune erstellt. Im Hintergrund die neuere Brücke. Bild Werner Schelbert/Neue ZZ (Neue ZZ/Werner Schelbert)

Auf der alten Lozentobelbrücke wurden Eisenzäune erstellt. Im Hintergrund die neuere Brücke. Bild Werner Schelbert/Neue ZZ (Neue ZZ/Werner Schelbert)

Dies schrieb Gesundheitsdirektion des Kantons Zug. Zu dieser Strategie gehöre auch ein Aktionsmonat zur psychischen Gesundheit, der im Herbst stattfindet.

Wie die Direktion am Mittwoch mitteilte, wurden im Dienste der Suizidprävention im April an den beiden grossen Lorzentobelbrücken vier Notruftlefone installiert - sowohl bei der älteren als auch bei der neuen Brücke, jeweils bergseitig und talseitig. Mit diesen Telefonen ist es möglich, sich jederzeit direkt an die "Dargebotene Hand" zu wenden.

Damit finden die Sicherungsmassnahmen an den Lorzentobelbrücken ihren Abschluss. Im Herbst 2005 hatte der Regierungsrat als Sofortmassnahme zur Suizidprävention Tafeln mit Notfallnummern an den beiden grossen Lorzentobelbrücken montieren und den bergseitigen Brückenkopf bei der älteren Brücke in einen freundlichen Rastplatz umgestalten lassen.

Als zentrale präventive Massnahme wurde im März 2006 der Bau von Schutzwänden entlang der beiden Brücken beschlossen und im Herbst realisiert. Als weitere Optimierungsmassnahme folgten im Herbst 2007 schliesslich noch die seitlichen Absperrungen an der alten Lorzentobelbrücke.

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug schrieb weiter, dass es die Strategie des Kantons sei, das Thema psychische Gesundheit, psychische Krankheit und Belastung sowie Suizid auf mehreren Ebenen parallel anzugehen. Im September/Oktober 2008 wird in diesem Zusammenhang im Kanton Zug ein Aktionsmonat zur Förderung der psychischen Gesundheit stattfinden. In den vier Wochen vom 10. September, dem Tag der Suizidprävention, bis zum 10. Oktober, dem Tag der psychisch Kranken und der psychischen Gesundheit, finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen statt. Ziel sei, die Bedeutung des Themas bewusst zu machen und einen Beitrag zur psychischen Gesundheit der Zugerinnen und Zuger zu leisten.


kst