Suizide: Ältere Menschen sind besonders stark betroffen

Der 10. September ist der Welttag der Suizidprävention – ein Thema, das auch im Kanton Zug hochaktuell ist.

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(mua) Jährlich sterben im Kanton nämlich rund 25 Menschen durch Suizid. Im Jahr 2019 hat der Zuger Regierungsrat deshalb ein kantonales Projekt zur Suizidprävention lanciert. Ein erster Zwischenbericht zeigt laut Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion, dass ältere Menschen besonders stark von Suiziden betroffen sind. Die Gesundheitsdirektion setze deshalb einen Fokus auf diese Bevölkerungsgruppe und sucht dazu auch den Kontakt zur Pro Senectute, welche in diesem Bereich bereits aktiv ist. Die Coronapandemie habe in den letzten Monaten deutlich gemacht, dass diese Thematik intensiv weiterverfolgt werden muss, heisst es weiter in der Mitteilung.

Sowohl die ersten Ergebnisse aus dem Projekt zur Suizidprävention des Kantons Zug als auch Daten des Bundes zeigen: Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe für Suizide. Die Gründe hierfür sind laut Mitteilung vielfältig: Einsamkeit, Depressionen, Erkrankungen und Änderungen der Lebensumstände wie auftretende Demenz oder Verlust des Partners, aber auch Angst vor Abhängigkeit. Verstärkt wurden diese Umstände in den letzten Monaten während der Coronapandemie, da Seniorinnen und Senioren als Risikogruppe besonders stark betroffen waren.

Hilfsbereitschaft zwischen den Generationen

Während der Coronapandemie wurde aber auch deutlich, dass gerade Seniorinnen und Senioren einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Der Zuger Regierungsrat hat sich im März deshalb mit einem Brief an alle Zugerinnen und Zuger über 65 Jahre gewandt und ihnen für ihre Mithilfe gedankt. «Wichtig war es uns, zu betonen, dass auch in dieser schwierigen Zeit Kontakt zu Mitmenschen und Bewegung an der frischen Luft wichtig für die psychische und physische Gesundheit sind.», so Gesundheitsdirektor Martin Pfister. Die Corona-Pandemie hat zudem auch gezeigt, dass Solidarität und Hilfsbereitschaft zwischen den Generationen aktiv gelebt werden. Eine wichtige Unterstützung bot in dieser schwierigen Zeit auch die Pro Senectute Kanton Zug mit ihren verschiedenen Dienstleistungen.