Leserbrief

Supranationale Gebilde sind in einer Krise völlig ungeeignet

Zum Ursprung der Pandemie

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Die Zahlen sprechen für sich. Die Spanische Grippe forderte 25 Millionen Tote, der Influenza erliegen weltweit jährlich rund 650000 Menschen, und der Pestbazillus des Mittelalters entvölkerte ganze Landstriche. Und nun diese Coronapandemie, deren Opferzahl – begünstigt durch die Bevölkerungsdichte in den Ballungszentren von Schwellenländern wie Brasilien oder Indien – explosionsartig in die höhe schnellen.

Die Gründe für die rasante Ausbreitung der Seuche hängen aber nicht zuletzt auch mit der grenzenlosen Mobilität und der Globalisierung zusammen. Dieses Virus setzt dem Menschen Grenzen, veranlasst ihn, seine Lebensgewohnheiten zu überdenken. Diese Die-Welt-ist-ein-Dorf-Mentalität fordert ihren Tribut. Da sich das Virus landesspezifisch in unterschiedlicher Intensität verbreitet, zeigt sich jetzt, dass supranationale Gebilde wie die EU völlig ungeeignet sind, einer solchen Krise wirksam zu begegnen. Der Krise beizukommen ist Aufgabe der Nationalstaaten. Immer mehr beherrschen auch die Argumente um die Ursächlichkeit des Coronavirus die Debatte. Ob nun aus einem chinesischen Labor oder dem traditionellen chinesischen Wildtiermarkt stammend – fest steht, dass der Ursprung der Seuche im Reich der Mitte zu suchen ist.

Das wahre Ausmass der verheerenden Zustände, unter welchen sie sich entfalten, konnte jedoch wohl erst nach dem Fall der kommunistischen Herrschaft in China der Weltöffentlichkeit zugänglich sein. Eine von verschiedenen Staaten bereits geforderte internationale Untersuchungskommission könnte hier Licht ins Dunkel der Geschehnisse bringen.

Otto Rölli jun., Menzingen