S?VELO.CH: Von Zugern designt, gebaut und gefahren

Ein Velo aus heimischer Produktion: Ein initiativer Zuger und eine Zuger Initiative machen dies möglich.

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Alkan Oemer beim zusammenstellen von neuen Velos im GGZ Gebäude in Baar. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Alkan Oemer beim zusammenstellen von neuen Velos im GGZ Gebäude in Baar. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

«Es gab zu viele überteuerte Citybikes in mieser Qualität», beginnt Ivan Rimensberger die Erklärung, wieso er heute Velos für Zuger baut. Beziehungsweise bauen lässt. Die Idee, das Heft selber in die Hand zu nehmen, kam Rimensberger vor ziemlich genau vier Jahren. Es folgte ein Prototyp und dann der Entscheid, tatsächlich loszulegen. Bis heute sind schon einige Dutzend Exemplare verkauft worden.

Wichtig sei es ihm gewesen, ein schlichtes und alltagstaugliches Velo zu gestalten, «ohne Kompromisse und trotzdem mit cooler Optik», führt der Initiator des ersten Zuger Velos aus, das den Namen s?velo.ch trägt.

Stellenlose finden durch die Velos wieder Jobs
Unterdessen wird das Velo in (Klein-) Serie in Baar produziert. Und zwar von der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ), genauer: von deren Initiative GGZ@Work . Und damit wären wir bei der sozialen Komponente dieser Geschäftsidee. In verschiedenen Geschäftsbereichen werden über 100 Arbeitsplätze für Stellenlose angeboten. Ziel der Projekte ist es, möglichst viele Personen für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

Der Leiter des Programms, Alex Andermatt, hat lange als Velomechaniker gearbeitet. «Ein Glücksfall», sagt Rimensberger. Doch von Glück und Freude spricht auch Andermatt: «Das Wichtigste ist die anspruchsvolle und sinnvolle Arbeit, die die Teilnehmer erfüllen können.»

Qualität beim ehemaligen BMX-Schweizermeister stimmt
«Ich könnte die Velos anderswo günstiger zusammensetzen lassen», sagt Rimensberger. Trotzdem kämen die in Baar produzierten Räder günstiger, weil eben die Qualität stimme. Und Rimensberger weiss, wovon er spricht. Gelernt hat er zwar Schreiner, aber «Bikemech studiert», wie er mit einem Schmunzeln sagt. Schliesslich war er 1994 Schweizer Meister im BMX – im Bicycle MotoCross – und gründete schon im Alter von 13 Jahren den BMX-Club Zuger-Racer.

Mit «seinem Kumpel» Raphael Bisig gründete er vor Jahren die Boarder Factory, die heute «welcome» heisst und an der Baarerstrasse in Zug ein Geschäft betreibt. Neben Snowboards, Skateboards und anderen Trendsportartikeln werden hier auch Bikes verkauft. Und jetzt ist eben auch das Zuger Velo im Angebot.

Charly Keiser

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.