TANGENTE: Umstrittenes Video sorgt für rote Köpfe

Bagger killt Blüemli: Das Video der Zuger Tangenten-Gegner feiert Premiere. Doch bereits seit Tagen scheiden sich daran die Geister. Die Aufführung soll unterbunden werden.

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Still aus dem Film des Komitees «Grüne Lunge Zug-Baar». (Bild pd)

Still aus dem Film des Komitees «Grüne Lunge Zug-Baar». (Bild pd)

Am (heutigen) Dienstag um 19 Uhr findet die erste Infoveranstaltung der Baudirektion zur Abstimmung über die Tangente Zug/Baar statt. In einer Reihe von Anlässen in insgesamt sechs Gemeinden will der Kanton die Bevölkerung über das 201 Millionen Franken teure Projekt informieren.

Eingeladen an diese Veranstaltungen ist auch das Gegner-Komitee «Grüne Lunge Zug-Baar». Dieses möchte seine Argumente mit einem Kurzfilm den Besuchern näherbringen. Das elfminütige Video zeigt mit Hilfe von Karten und Animationen, wie und wo die Tangente gebaut werden soll. Zur Sprache kommen vor allem Direktbetroffene aus Zug und Baar, die sich gegen das Bauvorhaben wehren.

«Film spricht andere Sinne an»
«Baudirektor Heinz Tännler hat uns das Zeigen des Films untersagt», sagt Martin Stuber, Mitglied des Komitees und Alternative-Kantonsrat (Zug). «Ich kann nicht verstehen, wieso wir im audiovisuellen Zeitalter kein Video einsetzen dürfen, um unsere Gründe darzulegen.» Das sieht Tännler anders: «Von einem Filmabend war nie die Rede. Ein Film spricht andere Sinne an und kann schnell mal etwas suggerieren.»

Falls die Baudirektion nicht auf ihren Entscheid zurückkomme, werde man dem Publikum die Gelegenheit geben, den Videofilm im Anschluss an die offizielle Veranstaltung (zirka 21 Uhr) im Konferenzzimmer im 1. Stock des Casinos sehen zu können, wie es in einer Medienmitteilung vom (heutigen) Dienstag heisst. Der Film ist zudem bereits online aufgeschaltet.

Andreas Oppliger/scd