TANGENTE: «Wir lassen uns nicht abspeisen»

Rund 60 Einsprachen gibt es bereits gegen das Strassenprojekt zwischen Zug und Baar. Jetzt bringt sich auch noch der Ortsteil Inwil in Position.

Silvan Meier
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Die Tangente Zug Baar ist ein Thema.Im Bild von der Autobahn richtung Inwil beim Lichtsignal in Baar Autobahnabzweiger. (Bild: Archiv Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Tangente Zug Baar ist ein Thema.Im Bild von der Autobahn richtung Inwil beim Lichtsignal in Baar Autobahnabzweiger. (Bild: Archiv Werner Schelbert/Neue ZZ)

«Wer den meisten Lärm verursacht, erhält die Aufmerksamkeit.» So beurteilt René Sutter derzeit den Widerstand gegen die Tangente Zug/Baar. Die Anwohner der Baarer Rigistrasse wehren sich auch über die Medien lautstark gegen die negativen Auswirkungen auf das Quartier. Derweil scheint man sich in Inwil mit dem Strassenprojekt abgefunden zu haben. Doch der Eindruck täuscht, wie René Sutter, Vorstandsmitglied des Quartiervereins Nachbarschaft Inwil Arbach (Nabia) und dort zuständig für Verkehr und Infrastruktur, sagt. «Wir trommeln einfach noch nicht so laut. Aber die Tangente ist ein Gesprächsthema.» Schliesslich sei Inwil von der neuen Verbindung zwischen den Berggemeinden und der Autobahn am stärksten betroffen. Die Tangente zerschneidet den Grüngürtel zwischen dem Quartier, in dem so viele Menschen wie in Menzingen leben, und Baar. Entsprechend gross war die Ablehnung: Hätten nur die Inwiler abgestimmt, würde die Tangente nicht gebaut.

Juristische Schritte

Die Nabia hat deshalb wie rund 60 andere Organisationen und vor allem Privatpersonen auch eine Einsprache gegen das Projekt eingereicht. An der Generalversammlung vom 22. März werden die Mitglieder über deren Inhalt und das weitere Vorgehen informiert. Die Nabia verlangt in fünf Punkten Nachbesserungen: Sie will einen besseren Lärmschutz, einen besseren Schutz des Naherholungsgebiets und des Grundwassers, bessere Verkehrssicherheit und die Erdverlegung der Hochspannungsleitung. Sollte die Nabia in den Einspracheverhandlungen abblitzen, will sie auch juristische Schritte prüfen, sagt Nabia-Vorstandsmitglied Daniel Spörri: «Mit nichts lassen wir uns nicht abspeisen.»

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